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Mittwoch, 9. Januar 2013

GESCHICHTE DER EROTICA UND PORNOGRAPHIE
(SCHWERPUNKT: EUROPA, USA, MODERNE AV-MEDIEN)


DIE JAHRTAUSENDELANGE VORGESCHICHTE

Pornographische Darstellungen sind uns schon seit Jahrtausenden bekannt. Bereits in jungsteinzeitlichen Darstellungen wurden nackte Körper gezeigt. Dabei muss man auch unterscheiden, ob man Pornographie im engeren Sinne als Darstellung sexueller Handlungen definiert (übliche Definition) oder im weiteren Sinne als Darstellung nackter Körper.
Spätestens in den antiken Hochkulturen wurden dann die pornographischen Darstellungen verfeinert.
Im Alten Ägypten findet man erotische Darstellungen sowohl in offiziellen Monumenten wie auch beim einfachen Volk. Offizielle Darstellungen finden sich z. B. auf Tempelwänden, auf Papyri oder in Palastgebäuden. Private Darstellungen findet man z. B. auf Papyri von Bauarbeitern.
Das Phallussymbol kam sogar in der Hieroglyphenschrift vor.

"Turiner Erotischer Papyrus" (20. Dynastie)


Bei den Griechen finden sich ebenfalls erotische Darstellungen, die besonders seit der Zeit der Klassik sehr plastisch herüberkommen. Archaische Statuen wirken dagegen noch sehr statisch. Besonders in der späteren Zeit des Hellenismus waren die Skulpturen sehr "barock" und ausdrucksstark. Ihre Dynamik übertraf oft noch diejenige der Natur. Ähnliche Darstellung gab es auch auf Wandmalereien, von denen aber nicht mehr viele überliefert sind.
Erotische Darstellungen finden sie ebenso auf den zahlreich erhaltenen Vasen oder Scherben.

Griechische Vasenmalerei


Die Römer haben künstlerisch viel von den Griechen, aber auch von den Etruskern übernommen. So entwickelte sich auch ihre erotische Künst entsprechend. Neben erotischen Statuen gab es auch entsprechende Gemälde. Wie bei den Griechen sind Gemälde schlechter erhalten. Wir haben aber z. B. aus Pompeji noch viele Darstellungen.

Cubiculum in Pompeji

Durch den christlichen Einfluss wurde die Sexualität problematisiert. Das heisst aber nicht, dass es nicht schon in heidnischer Zeit Zensurversuche gab.
Im europäischen Mittelalter konnten aber trotz Kritik der Kirche erotische Darstellungen nicht ganz unterdrückt werden. In der Volkskultur lebten sie sowieso fort.
Erst in der Renaissance beschäftigte man sich wieder sachlicher mit dem menschlichen Körper. Man stellte ihn in der Kunst realistischer dar und erforschte ihn medizinisch. In die Renaissancezeit fällt aber auch die Erfindung des Buchdrucks (mit beweglichen Lettern) und eine generelle Verbesserung der Druckkunst. Die Malerei erhielt so einerseits Konkurrenz, andererseits aber auch die Möglichkeit zur schnelleren Verbreitung einiger ihrer Erzeugnisse.

Agostino Carracci: Jupiter und Juno (16. Jhd.)

Dieser Trend setzte sich auch im Barock fort, wo man einen recht üppigen Malstil pflegte. Barock gedeihte an absolutistischen Höfen und in der Kirche und wurde dort politisch zur Legitimation von Herrschaft und zu gegenreformatorischen Zwecken eingesetzt. Einflussreich wurde neben vielen anderen Darstellungsformen das Tafelbild. Das Programm war durch Allegorien gekennzeichnet.
Im darauffolgenden Klassizismus setzte man wieder auf eine nüchterne und rationalistischere Formensprache, die den griechischen und römischen Idealen der Antike folgte oder zumindest dem, was man dafür hielt. Das traf auch für Akt-Darstellungen zu.
Im 19. Jhd. folgten dann romantische und historistische Strömungen. In dieses Jahrhundert fiel aber auch die Erfindung der Photographie, so dass die herkömmliche Kunstdarstellung einerseits wieder Konkurrenz durch ein neues Medium bekam (wie beim Buchdruck), andererseits aber auch die Möglichkeit zu einer eigenwilligeren Entfaltung wie im Impressionismus und Expressionismus.


DIE MODERNE PORNOGRAPHIE

Unter moderner Pornographie versteht man erotische Darstellungen, die mit modernen Bildträgern aufgenommen und weitergereicht werden.

Diese Phase begann mit der Erfindung der Photographie im 19. Jhd. Das genaue Datum der Erfindung ist umstritten, weil es frühe Methoden der Photographie wie die Daguerreotypie gab. Man kann davon ausgehen, dass ungefähr zur Jahrhundertmitte einigermassen brauchbare Schwarzweissphotos zur Verfügung standen.

Der Film, also die bewegten Bilder, wurde auch im 19. Jhd. erfunden, und zwar gegen Ende des Jahrhunderts. Auch hier lässt sich nicht eine genaue Datierung vornehmen, da es schon vorher Experimente mit hintereinandergestellten Einzelbildern gab. Erst gegen 1895 gab es die ersten akzeptablen Filme und dann erste Vorführhäuser, die bald zu Kinos wurden.

Kaum waren diese neuen Technologien auf der Welt, folgten ihnen pornographische Werke auf dem Fuss.
Im Jahre 1896 liessen Eugene Pirou und Albert "Lear" Kirchner eine Frau für seinen Film strippen. Der Film hiess "Le coucher de la Marie" und die Darstellerin war Mlle. Louise Willy. Erste Entkleidungsszenen (Voyeurismus) waren aber schon in Georges Méliès' "apres le bal - le tub" und im Trickfilm von Émile Reynaud "autour d'une cabine" zu sehen.
Die Möglichkeiten des neuen Mediums Film faszinierten aber auch die Künstler der aufstrebenden USA.
In Österreich-Ungarn erschien 1896 der Film "Endlich allein", in dem ein Mann eine Frau auf der Toilette beobachtet.
Richtige Pornographie lieferte der französische Film "A l'Ecu d'Or où la bonne auberge" (Zum goldenen Ecu oder die gute Herberge) von 1908. Aus dieser Zeit stammt auch der argentinische Porno "El Sartorio", dessen genaue Datierung aber umstritten ist.
Auch in Deutschland blieb man nicht tatenlos: Im Jahre 1910 wurde der Film "Am Abend" gedreht. In diesem zehnminütigen Film werden weibliche Masturbation, konventioneller Sex, Oral- und Analverkehr gezeigt.

Erotischer Kurzfilm von 1905

Einmal erfunden, verbreitete sich der erotische Film rasend schnell. Schon zu Beginn des 20. Jhd.s machten aber auch die Gegner mobil und setzten viele Verbote durch. So blieb diese gerade entwickelte Kunstrichtung bis in die 1970er-Jahre problematisch.
Die ersten Filme waren oft nur wenige Minuten lang und wurden gerne in Wanderkinos gezeigt, bevor sich feste Kinos durchsetzten. Die Vorführungen fanden nur zu bestimmten Zeiten statt und wurden im deutschsprachigen Raum mit "pikante Films (für Herrenabende)", "Herren-Vorstellung mit pikantem Programm" o. ä. gekennzeichnet.
Hergestellt wurden erotische Kurzfilme in vielen Ländern, besonders oft aber in Frankreich. Dort war eine Zeit lang sogar die grosse Filmgesellschaft "Pathé" in die Herstellung involviert, bis man Angst um seinen Ruf und den Absatz regulärer Filme hatte.
In Deutschland gab es die "Venus Film" und in Österreich-Ungarn die "Saturn Film".
Man sieht, dass aus einzelnen Filmexperimenten schnell nach etablierten Regeln gedrehte Stummfilme geworden sind. Leider sind viele der frühen Produktionen nicht mehr erhalten.

In der Zwischenkriegszeit entwickelte sich die Filmtechnologie kontinuierlich weiter. Die Filme waren zwar zunächst weiterhin stumm, bekamen aber immer öfter eine "externe" Tonspur. Allmählich setzten sich dann reguläre Tonfilme durch.
Aus den weiter wirtschaftlich fortschreitenden USA sind etliche pornographische Szenarien bekannt. Beispielsweise fährt eine Gruppe von Männern und Frauen mit einem der frühen Automobile (vgl. Tin Lizzy/Model T) ins Grüne und hat anschliessend Sex.
Die Herstellung und Vorführung der pornographischen Filme war aber weiterhin problematisch. Entweder produzierten gewöhnliche Regisseure "nebenher" einige Pornofilme oder private Akteure entwickelten ihre Filme im Badezimmer. Die Herrstellung war nicht nur juristisch, sondern auch technisch noch schwierig. Einige Produktionseinrichtungen waren auch in den Händen des organisierten Verbrechens.
Die Vorführung erfolgte dann z. B. in sogenannten Pornokinos.

In den 40er-Jahren sprach man in den USA von "stag films" (stag = Hirsch; Junggeselle) oder "blue films/blue movies".
Ihre Bewertung solcher Filme passte man wie so vieles pragmatisch der Gesamtlage an: Zunächst sah man die pornographischen Darstellungen zwar als moralisch fragwürdige Machwerke an, im Zweiten Weltkrieg wurden sie aber gerne zur Hebung der Truppenmoral eingesetzt.
Man kann aber davon ausgehen, dass der intensive Konsum von Pornofilmen im Zivilbereich nur der Oberschicht vorbehalten war.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg war die Sexualität in Industrieländern noch stark reglementiert. Es gab aber weiter heimliche Filmvorführungen. Vorteilhaft für die Entwicklung eines Massenmarktes war die Einführung des 8mm-Films. Jetzt hatten auch Amateurfilmer die Möglichkeit, in dieser Branche besser mitzuwirken. Es wird aber auch gemunkelt, dass sich viele etablierte Regisseure mit dem Dreh und der Vermarktung von Pornos ein grosses "Zubrot" verdienten. Bekannt waren die Namen Harrison Marks und Lasse Braun. Viele Regisseure wollten aber unerkannt bleiben.

Neben den Regisseuren sollen sich auch Schauspieler als Nebenerwerb in erotischen Filmen betätigt haben. Das gilt besonders für Neulinge, die sich erst noch in der Filmbranche etablieren müssen.
Nur wenige Filme mit später bekannten Schauspielern gelangten an die Öffentlichkeit. Eine Ausnahme ist der Film "Smart Alec (Smart Aleck)" von 1951. Die Hauptdarstellerin in diesem zwanzigminütigen Schwarzweissfilm ist Candy Barr. Der Film wurde vermutlich in einem Hotel in Dallas gedreht.

In den 60ern kam mit der sog. Sexuellen Revolution auch eine Debatte über das Pornographieverbot auf. Durchgesetzt wurde in vielen Industrieländern aber erst in den 70ern. Bis heute ist aber Pornographie ein auch juristisch umstrittenes Thema.
Allgemein hatten innovative Regisseure der damaligen Zeit immer weniger Lust, in ihren Filmen nur den schönen Schein aufrecht zu erhalten, sondern wollte auch die Schattenseiten der Gesellschaft zeigen. Auch Gewalt und Sexualität wurden jetzt anders dargestellt. Kennzeichnend für diesen Sinneswandel ist der Film "Easy Rider", allerdings werden hier keine Pornoszenen dargestellt.
Als in den späten 60er-Jahren die Manson Family für ihre brutalen Exzesse berühmt wurde, fragte man sich welcher Art ihre Beziehungen zur Musik- und Filmindustrie waren. Möglicherweise hat die Family mit etablierten Regisseuren bei der Herstellung von pornographischen Filmen zusammengearbeitet.
Manson hatte nicht nur Kontakte zu den Beach Boys und vielen berühmten Künstlern und Schauspielern seiner Zeit, sondern möglicherweise auch zu Managern berühmter Filmstudios. Mitglieder seiner Family spielten nicht nur in satanistischen Filmen mit, sondern auch in sog. Sexploitation-Movies wie "The Ramrodder" von 1969. Auch der Film "The Female Bunch" (1969) spielte auf der Spahn Movie Ranch, als die Family dort zugegen war, es ist aber in diesem Fall keine Zusammenarbeit nachweisbar.

Der eigentliche Durchbruch der progressiven Ideen der 60er-Jahre erfolgte in den 70ern. Allerdings wurden die anfangs rebellischen oder gar revolutionären Ideen dabei oft zu systemimmanenten und kapitalismuskonformen Ideen transformiert.
Der erste explizit pornographische Film, der in die US-Kinos kam, war offiziell "Mona/Mona the Virgin Nymph" aus dem Jahre 1970 (Bill Osco, Howard Ziehm). Auch homosexuelle Filme kamen auf: "Boys in the Sand" von 1971 parodierte "The Boys in the Band".
1972 entstanden dann schon die Klassiker "Deep Throat", "Behind the Green Door" und 1973 "The Devil in Miss Jones". In diese Reihe gehört auch der weniger bekannte Film "Score".



Deep Throat wurde von Gerard Damiano produziert und die Hauptrollen von Linda Lovelace (Linda Boreman) und Harry Reems (Herbert Streicher) gespielt. Die Handlung besteht darin, dass die Hauptdarstellerin sexuelle Probleme hat, mit Hilfe von Dr. Young (Harry Reems) feststellt, dass sie im Oralsex ihre Erfüllung findet und schliesslich seine Assistentin wird. 
Deep Throat bedeutete für den Pornofilm den Durchbruch und holte ihn aus den Schmuddelecken (Pornokino) in reguläre Kinos. Kritisch gesehen muss aber werden, dass der Film mit Hilfe von Mafiageldern realisiert wurde. Berühmt wurde er auch, weil dem Hauptinformanten bei der Watergate-Affäre der Name "Deep Throat" verpasst wurde.
Damiano zeichnete auch für "The Devil in Miss Jones" (1973) mit Georgina Spelvin (Michelle Gravin) und Harry Reems verantwortlich. In diesem Film geht es darum, dass Justine Jones sich das Leben nimmt und in der Hölle landet. Dort bekommt sie vom Teufel das Angebot, ihr Leben noch einmal in sexueller Freizügigkeit zu wiederholen.
In "Behind the Green Door" (1973) führten die Mitchell Brothers, Artie und James Mitchell Regie. Hauptdarstellerin war Marilyn Chambers (Marilyn Ann Briggs). Der Film handelt davon, dass die Hauptdarstellerin in ein Sextheater mit einer grünen Tür im Hintergrund entführt wird und es dort zu verschiedensten sexuellen Handlungen kommt.
(Namen wie George/Georgina Spelvin oder Alan Smithee werden in den USA gerne für Schauspieler bzw. Regisseure verwendet, die ihren richtigen Namen nicht angeben wollen. In diesem Fall übernahm die Pornodarstellerin diesen Namen aber für sich.)
Durch diese Frühwerke entstand ein regelrechter "Porn(o) Chic", eine Pornowelle. Gleichzeitig setzte aber auch eine Welle der Erotikfilme ein, die nicht unbedingt sexuelle Handlungen darstellten.
Hierher gehört der Film "Emmanuelle", eine französischer Film von Just Jaeckin aus dem Jahre 1974. Grundlage dieses Films ist ein autobiographischer Roman der Thaifranzösin Emmanuelle Arsan (Marayat Bibidh).

Zu dieser Zeit gehört auch der Name eines der berühmtesten Pornodarsteller überhaupt: John Holmes, auch (Johnny) Wadd genannt.



Holmes wurde 1969 darauf angesprochen, ob er Pornofilme drehen wolle. Damit begann eine einzigartige Karriere durch die 70er und 80er-Jahre. Holmes soll in ungefähr 2000 Filmen mitgespielt haben. Durch seine hohen Einnahmen legte er sich aber auch einen exzessiven Lebensstil zu, der ihn mit Parties, Drogen und Kriminalität in Verbindung brachte. Dadurch schwächte er seine Gesundheit, was sich wiederum auf seine Karriere negativ auswirkte und ihn noch weiter in das kriminelle Milieu verstrickte. Dies gipfelte darin, dass er Kontakte zum Diskobesitzer und Drogendealer Eddie Nash (Adel Nasrallah) und zur Wonderland Gang aufnahm und schliesslich letzterer dabei half, Nash brutal auszurauben. Nash durchschaute das Vorgehen und erpresse Holmes, ihm bei der Rache an der Wonderland Gang behilflich zu sein. Am 1. Juli 1981 überfielen Nashs Helfer das Hauptquartier der Gang und töteten 4 der 5 Anwesenden im Haus mit Schlagwaffen.
Holmes kam juristisch relativ glimpflich aus der Angelegenheit heraus und begann wieder mit dem Dreh von Pornofilmen. Dabei zog er sich aber das AIDS-Virus zu (wahrscheinlich dabei). Trotzdem drehte er weiter Filme und hielt sogar seine Infektion geheim. 1988 starb er dann in einem Krankenhaus an den Folgen der Erkrankung.

Neben der sexuellen Liberalisierung wirkte aber auch wieder die technische Revolution als Impulsgeber: Die Erfindung der Videokassette und ihre schnelle Verbreitung in den 70ern und 80ern machte die Pornographie massenhaft verfügbar. Man nimmt an, dass die Durchsetzung des Standards VHS gegen seine Konkurrenten Betamax und Video 2000 auch darauf zurückzuführen war, dass VHS als "Pornostandard" galt.

Gegen Ende des Jahrhunderts brachen dann im Pornobereich alle Dämme: Die Verbreitung leistungsfähiger Personalcomputer, die Verfügbarkeit des WWW auch in Privathaushalten, die Verbreitung von Breitbandanschlüssen und die verbesserten Speichermedien wie DVD, Festplatte, Memory Stick usw. machten Pornos nicht nur nahezu frei verfügbar, sondern auch relativ günstig. Das bedeutet nicht, dass exquisite Pornographie nicht auch danach noch teuer sein konnte, aber eine gute "Grundversorgung" war zumindest in den Industrieländern gesichert.

Die Pornobranche verzeichnet aber trotz der Mengenerhöhung des frei verfügbaren Materials noch sehr hohe Umsätze. Wirtschaftsmagazine wie der "Economist" berichten darüber. Die Gratis-Konkurrenz hat aber bei einigen Anbietern schon zu deutlichen Umsatzeinbrüchen geführt. Bekannt sind besonders Web-Portale wie Youporn, Tube8, XVideos, XHamster uvm. Durch deren Verbreitung werden auch Pornos mit bestimmten sexuellen Spielarten weiter verbreitet. Ebenso verbreitet sich die "Fachsprache" der Pornobranche. Vorher kannten die Leute vielleicht noch Begriffe wie SM oder BDSM, aber kaum Bezeichnungen wie Femdom, Maledom, CBT, CFNM, Pony Play usw.
Kostenpflichtige Web-Seiten arbeiten häufig mit Kreditkarten, aber zunehmend auch mit Micropayment-Systemen. In der Anfangszeit des WWW gab es auch Dialer, die aber durch die weite Verbreitung von DSL-Leitungen an den Rand gedrängt wurden.
Rechtlich sind Anbieter in vielen Ländern dazu verpflichtet, eine Altersabfrage durchzuführen, die aber bislang leicht umgangen werden kann.

Das Internet und das generelle wirtschaftliche Aufblühen vieler Weltregionen haben die Konkurrenz generell steigen lassen. Für die europäische Pornobranche ist die Konkurrenz v. a. aus den USA und Asien ein zunehmendes Problem. Besonders das Unternehmen Kink.com, das pornographische Websites anbietet, konnte hohe Marktanteile erobern. Kink.com bietet qualitativ recht hochwertige Filme an und bedient viele sexuelle Spielarten. Das Unternehmen wurde 1997 von dem Engländer Peter Acworth gegründet, der gerade an der Columbia Universität tätig war. 2006 kaufte man die "San Francisco Armory", ein ehemaliges Waffenarsenal der Nationalgarde, das dann zum Wahrzeichen der Firma wurde.
Für Kink.com sind oder waren Stars tätig wie Jasmine Byrne, Steve Holmes, Lorelei Lee, Shy Love, Maitresse Madeline, Mika Tan, Cherry Torn.




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