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Mittwoch, 15. November 2017

STATIONÄRE SPIELEKONSOLEN: 3. GENERATION

Die dritte Generation ist die Generation von Spielekonsolen, die nach dem Video Game Crash 1983 aufkam. Die Konsolen basierten meist immer noch auf 8-bit-Prozessoren, boten aber deutlich bessere 2D-Grafikfähigkeiten, mehr Farben, Grafikbeschleunigung und verfügten über größere Arbeitsspeicher.

Man darf nicht vergessen, dass die Atari (VCS), das Flaggschiff der 2. Generation, zwar schon ein vielfältiges Angebot an Spielen bot, ihr Arbeitsspeicher mit nur 128 Byte aber lächerlich gering war. Selbst Zusatzspeicher konnten nur wenig ausrichten.


VERTRETER DER GENERATION:

  • Nintendo Entertainment System (Japan: Family Computer [Famicom])
  • Sega Master System (die Konsole selbst hieß "Power Base") 
  • Atari 7800 
  • Action Max (marginale Bedeutung) 
  • PC Engine (marginale Bedeutung) 

Nintendo Entertainment System (NES):

Nintendo ist eine Spielefirma, die es schon im späten 19. Jhd. gab. Lange Zeit stellte man Spielkarten hier. Erst 1969 wollte man die Produktpalette auf andere Arten von Spielzeug erweitern. Doch dann reagierte die Firmenleitung flexibler. Schon mit Beginn der 70er-Jahre stieg Nintendo auch in den ganz frischen Markt der Computerspiele ein.
In den frühen 80er-Jahren überlegte man, ob man neben Spielhallenautomaten auch eine Videospielkonsole für den Heimgebrauch mit austauschbaren Spielmodulen bauen sollte. Die Atari 2600 wies den Weg und war auch in Japan erfolgreich, dann aber trotz kreativer Spieleprogrammierung technisch bald völlig veraltet. Der lange sehr belastbare Markt war Anfang der 80er-Jahre gesättigt: 1983 kam es zum berühmten Video Game Crash!

Bei Nintendo diskutierte man, ob man nun das Risiko wagen und in den Markt einsteigen sollte. Und man entschied richtig.
Masayuki Uemura entwarf schließlich das Famicom, das in Japan am 15.06.1983 veröffentlicht wurde und zum Preis von 14.800 Yen erhältlich war. Bis Ende 1984 mauserte sich das Famicom zur bestverkauften Videospielkonsole in Japan. Zu dieser Zeit plante Nintendo bereits einen Verkaufsstart in den USA, wo der Videospielemarkt aufgrund des Branchenzusammenbruchs von 1983 praktisch nicht mehr existent war. Zunächst gab es die Überlegung, die Konsole in den USA unter Ataris Namen zu veröffentlichen, doch deren Interesse richtete sich mehr auf den Computermarkt. Bei Atari hatte Jack Tramiel das Ruder übernommen und war sich nicht sicher, ob überhaupt jemals wieder ein Interesse an Spielekonsolen aufkommen würde. So setzte er auf den künftigen Atari ST (Heimcomputer), schlug Nintendos Angebot aus und bremste auch die relativ leistungsfähige eigene Konsole Atari 7800 aus.

Nintendo nahm jetzt den Vertrieb selbst in die Hand.
Erstmals wurde die Konsole als Nintendo Advanced Video System vorgestellt, mit Zubehör wie einer Tastatur, Kassettenrekorder als Datenspeicher, Infrarot-Joystick und einem speziellen BASIC Programming Language-Modul.
Das kompliziert und überladen wirkende AVS wurde nochmals überarbeitet und in abgespeckter Version auf der Consumer Electronics Show (CES) im Juni 1985 als Nintendo Entertainment System vorgestellt. Beim Start war man aber vorsichtig: Erst nach Erfolgen in New York bot man die NES in anderen Landesteilen an.
Die Konsole wurde in zwei verschiedenen Paketen angeboten:
Das NES Deluxe Set beinhaltete neben der Konsole den R.O.B. (Robotic Operating Buddy), einen Zapper (Beam Gun/The Gun), zwei Controller und die Spiele Duck Hunt und Gyromite für insgesamt 249 USD.
Das NES Action-Set war günstiger. Es enthielt ein Super-Mario-Bros.-Duck-Hunt-Multimodul und kostete 199 USD.

Die NES übertraf alle Erwartungen und blieb für den Rest der Dekade die unangefochtene Nr. 1 des amerikanischen und japanischen Marktes.

In Europa und Australien – den Regionen mit PAL-Fernsehnorm statt NTSC – wurden die Märkte aufgeteilt in PAL A und PAL B. Mattel (PAL A) war für den Vertrieb des NES und dessen Spielen in Großbritannien, Australien und Italien zuständig; der PAL-B-Markt, welcher aus dem restlichen Europa bestand, wurde unter verschiedenen Distributoren aufgeteilt (Deutschland:  Fa. Bienengräber in Deutschland [vorher Game-&-Watch-Spiele]). Mit der Eröffnung von Nintendo of Europe übernahm Nintendo selbst den Vertrieb.


QUELLEN:

Wikipedia
Broschüren der Anbieter


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