28.07.2026
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| Audiosysteme: Treibersysteme und Soundserver |
Das Audiosystem unter Linux besteht aus mehreren Bausteinen bzw. Teilsystemen.
ALSA, PulseAudio, JACK und PipeWire regeln, wie Töne von Programmen oder Eingabegeräten zur Soundkarte und dann zu Kopfhörern oder Lautsprechern gelangen - und wie umgekehrt Tönen von Mikrophonen zur Soundkarte und sie verarbeitenden Programmen gelangen.
Hier werden kurz vier Audio(teil)systeme vorgestellt:
- ALSA (Advanced Linux Sound Architecture) [urspr. eine Anspielung auf ELSA?]:
ALSA ist als Nachfolger von OSS das fundamentale Treibersystem und wirkt direkt am Linux-Kernel. Es spricht nämlich die Hardware (Soundkarte) unmittelbar an.
ALSA ermöglicht erst die Tonerzeugung, kann aber meist nur eine App zur selben Zeit bedienen. Das Mixen ist aber möglich, auch mit verschiedenen Sampleraten (vgl. dmix-Plugin). - PulseAudio:
PA ist ein Soundserver, der auf ALSA aufsetzt. Er sorgt dafür, dass mehrere Programme gleichzeitig (z. B. Musik im Browser und Hinweistöne) Töne ausgeben können. PA galt lange als Standard, wird aber langsam durch PipeWire abgelöst. - JACK (JACK Audio Connection Kit):
JACK gilt als spezieller Soundserver für Profis. Besonders unter Musikern ist JACK weit verbreitet. Der Server arbeitet mit extrem geringer Latenz (Verzögerung) und verbindet v. a. Musiksoftware frei miteinander. Denken Sie als Einsteiger in die Musikbearbeitung, dass JACK-Komponenten manchmal nachinstalliert werden müssen! JACK gilt auch als etwas schwer zu bedienen. - PipeWire:
PW ist der moderne Ersatz für PulseAudio und JACK. Er vereint beide Welten, braucht weniger Strom, steuert Bluetooth stabiler (an) und verarbeitet neben Audio auch Video.

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