Seite, Fachbereiche, Sprachen

Dieser Universal-Blog ist aus einer Seite für Geschichte, Politik und Realienkunde hervorgegangen und hat sich in Richtung Humanwissenschaften weiterentwickelt.
Fachbereiche: Geschichte (Politik, Sowi, Philosophie) - Sprachen - Biologie (Biochemie) - IT (Technik, Physik) - Wirtschaft - Recht und Blödsinn.
Sprachen (Vokabeln): Englisch, Französisch, Spanisch; Latein/Italienisch, Altgriechisch/Neugriechisch; Russisch; Chinesisch, Japanisch, Koreanisch; Arabisch, Hebräisch; Mittelägyptisch; Sanskrit/Hindi; Akkadisch; Schwedisch; keltische Sprachen, Swahili etc.
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Mittwoch, 28. Mai 2014

KRÄUTERWANDERUNG: EIGENE BILDER

Kräuterwanderung: Essbare Wildpflanzen

Ausgestattet mit einer Liste über "Essbare Wildpflanzen" machten wir uns bei der Kräuterwanderung durch das Ruwertal auf die Suche nach selbigen.
Wir trudelten gerade noch rechtzeitig zu der Wanderung ein.
Die Bilder hier sollen aber eher die Strecke an sich zeigen als die Pflanzen selber (siehe anderer Artikel).

































Freitag, 23. Mai 2014

NETZWERKE & PRÄSENZEN - 2014-2020


Das Internet ist vielfältig geworden und ermöglicht (erfordert?) viele Präsenzen. 
Aber auch wenn wir uns stark auf das Internet konzentrieren, war und ist es nicht unser einziges Kommunikationsmedium. 

Hier ist eine Übersicht über Netzwerke und Präsenzen:


SW-Deutschland:
Wir agieren auf der Linie Stuttgart - Heidelberg - Mannheim - Mainz - Koblenz - (Trier) - Köln.


Computernetze:
Unsere "reellen" Computernetze sind recht klein und liegen im Raum Neckar, Rhein-Neckar, Mosel und Niederrhein.
Die Bezeichnung unseres Netzwerkes ist "Ω(mega)-Netz". Unternetze sind "O(mikron)-Netze".
Unsere digitalen Aktivitäten sind vielfältig und werden unten aufgeschlüsselt.
Unsere Präsenzen und Daten (siehe auch unten):
IRC: #deutschland, #europa, #geschichte, #philosophie, #politik, +linux.de
Instant Messenger(s): anfangs ICQ, AIM, Y!M und MSN/WLM; dann WA, Telegram, Signal, Wire
Soziale Medien: Twitter, Mastodon, Instagram u. a.
sonstige soziale Medien: kleine Tests  
Internetforen: v. a. Politik, Geschichte, Technik, Allmystery und manchmal Sport
Wikipedia: durch "Löschnazis" wurde unser Engagement reduziert; seitdem schreiben wir für uns selbst

Funknetze (Bänder):
Viele mögen es altmodisch finden, aber es gibt noch Funknetzwerke und sie haben auch einen Sinn.
Wir haben da sogar angefangen. Durch die Marktreife von kleinen Mobilcomputern, die über Telefonie, (W)LAN, Blue Tooth o. ä. vernetzbar sind, ist das Thema Funk sogar wieder wichtiger geworden.
Es ist erstaunlich, wieviel die Menschen auch auf Kurzstrecken für Mobiltelefonie berappen, wo sie doch auf mindestens 10 km kostenlos (gebührenfrei) kommunizieren könn(t)en.
Heute können durch Gateways Funk und Internet verbunden werden (vgl. Teamspeak, FRN, eQSO).
Unsere Präsenzen und Daten:
CB-Funk: Kanal 38 (27,385 MHz), 39, 40
Freenet-Funk: Kanal 1 (149,025.0 MHz)
PMR-Funk: Kanal 1 (446,006.25 MHz)
[Freenet und PMR446 sind auch indirekt und halblegal über Amateurfunk erreichbar.]

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IRC:
Das IRC ist ein Kommunikationsmedium aus den Frühzeiten des WWW (und noch davor).
Wir konzentrieren uns auf das IRCnet und die Kanäle #deutschland, #europa, #philosophie, #politik und +linux.de.
Früher haben wir auch andere Netze wie das EFNet, Freenode und Quakenet besucht.
Auf Freenode waren viele IT-Experten (Devs), aber leider gingen einige nach einem großen Streit zu anderen Netzen.

Instant Messager(s):
Neben dem IRC begannen wir uns, für IMs zu interessieren.
ICQ war der erste und blieb der führende.
Inaktiv/semiaktiv waren wir in AIM, Y!M, MSN/WLM.
Kurzzeitig aktiv waren wir in Xfire.
Durch die massive Smartphoneverbreitung gingen wir dann (erst ab 2016 - 18) zu WA, Telegram, Signal und Wire.
Durch die Videotelefonie zu Coronazeiten nahmen wir das vorher angetestete Skype wieder auf und installierten Teams (auf Skype aufbauend), Zoom und Jitsi (Meet).

Soziale Medien:
Die hochgelobten Social Media (Networks) waren lange nicht unser Ding. Sie fressen zu viele Daten. Andererseits haben wir uns als Zugeständnis an den Zeitgeist und um wichtige Personen erreichen zu können, 2013 bei Twitter angemeldet.
Später kamen Instagram und Mastodon dazu. Wir werden sehen, wie es weitergeht.
Leider beharren viele Freunde auch auf Facebook, so dass wir über Bekannte auch dahin einen Zugang gelegt haben. Es wird sich zeigen, ob die im Aufbau befindlichen Facebook-Alternativen dem "Meister" einmal das Wasser reichen können. 

Internetforen:
Daneben waren oder sind wir auf verschiedenen Internetforen aktiv.
Unser stärkster Auftritt war sicher auf dem (alten) Politikforum (später: www.politik.de).
Leider gefielen uns dort einige Neugestaltungen nicht. Das wurde immer verschlimmbessert.
Wir sind aber auf dem www.politik-forum.eu, das wir anfangs nur als Ausweichforum zu www.politik.de ausgesucht haben.
Ein Forum, in das wir von außen geholt worden, ist das Allmystery-Forum. 
Weitere Aktivitäten hatten wir auf Foren aus den Bereichen Geschichte, Naturwissenschaften/Technik und Kampfsport.

Wikipedia:
Wikipedia ist Wohl und Wehe. Es gilt als nicht zitierwürdig und wird doch zitiert.
Wir sind der Meinung, dass ein freies Onlinelexikon sehr wohl sinnvoll ist.
Lexika wie das MS Encarta sind leider nicht mehr verfügbar, Meyer ist analog.
Wir mussten auf Wikipedia leider erfahren, dass Besserwisser nicht nur korrigierend eingreifen, sondern die mühsame Textarbeit von Stunden oder Tagen in wenigen Sekunden gnadenlos löschen können.
Da uns die Zeit und die Energie nach wiederholten Rückschlägen zu kostbar waren, beschlossen wir, auch diese lexikalischen Artikel auf unseren eigenen Seiten zu publizieren.



Freitag, 9. Mai 2014

MARTIN OPITZ: CARPE DIEM

Martin Opitz von Boberfeld lebte von 1597 (Bunzlau) bis 1639 (Danzig).
Er war der Sohn eines Metzgers und hatte die Möglichkeit, eine Lateinschule und ein Gymnasium zu besuchen und später in Heidelberg Philosophie und Jura zu studieren.
Opitz galt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter des Barock und als Begründer der Schlesischen Dichterschule, wie eine spätere Bezeichnung lautete. Diese Schule war äusserst wirkmächtig.
Überhaupt kamen viele Barockdichter aus Schlesien. So auch der berühmte Andreas Gyrphius (Greif), der aber nicht zu dieser Schule gehörte. Ein weiterer wichtiger Barockdichter, Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen kam allerdings nicht aus der Schule. 
Opitz erlebte wie viele Barockdichter den Dreissigjährigen Krieg. 1939 starb er in Danzig an einer Seuche.


Carpe Diem (1624)


Ich empfinde fast ein Grauen,
dass ich, Plato, für und für
bin gesessen über dir.
Es ist Zeit hinauszuschauen
und sich bei den frischen Quellen
in dem Grünen zu ergehn.
wo die schönen Blumen stehn
und die Fischer Netze stellen!

Wozu dienet das Studieren
als zu lauter Ungemach!
Unterdessen läuft die Bach
unsers Lebens, das wir führen,
ehe wir es inne werden,
auf ihr letztes Ende hin:
dann kömmt ohne Geist und Sinn
dieses alles in die Erden.

Holla, Junger, geh und frage,
wo der beste Trunk mag sein,
nimm den Krug und fülle Wein!
Alles Trauren, Leid und Klage,
wie wir Menschen täglich haben,
eh uns Clotho fortgerafft,
will ich in den süssen Saft,
den die Traube gibt, vergraben.

Kaufe gleichfalls auch Melonen
und vergiss des Zuckers nicht,
schaue nur, dass nichts gebricht!
Jener mag der Heller schonen,
der bei seinem Gold und Schätzen
tolle sich zu kränken pflegt
und nicht satt zu Bette legt;
ich will, weil ich kann, mich letzen!

Bitte meine guten Brüder
auf die Musik und ein Glas!
Kein Ding schickt sich, dünkt mich, bass
als gut Trank und gute Lieder.
Lass ich gleich nicht viel zu erben,
ei, so hab ich edlen Wein!
Will mit andern lustig sein,
muss ich gleich alleine sterben.



Themen der Barockliteratur waren das Carpe-Diem-Motiv, die Endlichkeit des Lebens (Memento mori.) und die Eitelkeit/Leere (Vanitas). Die Lyrik nahm in der Barockliteratur eine herausragende Stellung ein.
Inhaltlich drückte es sich durch ein "Pendeln" zwischen den Extremen (Antithetik) aus, z. B. zwischen Diesseits und Jenseits, Spiel und Ernst und Sexualität/Ekstase und Tugend.
Das auf äussere Wirkung bedachte Barock setzte gerne Stilmittel ein (Metaphern, Allegorien, Wiederholungen). Eine beliebte Form der Lyrik war das Sonett.

WALTHER VON DER VOGELWEIDE: ICH SAZ UF EIME STEINE


Walther von der Vogelweide lebte ungefähr von 1170 - 1230.
Walther war einer der bedeutendsten deutschen Lyriker des Mittelalters.
Er kann verglichen werden mit berühmten Dichtern wie Neidhart oder Frauenlob, Wolfram von Eschenbach oder Hartmann von Aue. Er gehörte später zu den zwölf alten Meistern der Meistersänger (-singer) der frühen Neuzeit. Eine frühe moderne Ausgabe seines Werkes stammt von Karl Lachmann (1827). Von Walther sind 500 Strophen in 90 Lieder bzw. 110 Tönen und ein religiöser Leich erhalten.

Ich saz ûf eime steine 
und dahte bein mit beine; 
dar ûf satzt ich den ellenbogen; 

ich hete in mîne hant gesmogen 
daz kinne und ein mîn wange. 
dó dâhte ich mir vil ange, 
wie man zer welte solte leben. 
deheinen rât kond ich gegeben, 
wie man driu dinc erwurbe, 
der keines niht verdurbe. 
diu zwei sint êre und varnde guot, 
daz dicke ein ander schaden tuot: 
daz dritte ist gotes hulde, 
der zweier übergulde. 
diu wolte ich gerne in einen schrîn. 
jâ leider desn mac niht gesîn, 
daz guot und weltich êre 
und gotes hulde mêre 
zesamene in ein herze komen. 
stîg unde wege sint in benomen; 
untriuwe ist in der sâze,
gewalt vert ûf der strâze; 
fride unde reht sint sêre wunt. 
diu driu enhabent geleites niht, 
diu zwei enwerden ê gesunt.