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Dieser Universal-Blog ist aus einer Seite für Geschichte, Politik (und Realienkunde) hervorgegangen, die sich dann in Richtung Humanwissenschaften weiterentwickelt hat.
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Montag, 4. Juni 2018

ZEICHNUNGEN FRÜHJAHR/SOMMER 2018

Clever & Smart
Dieses Jahr habe ich begonnen, neue Zeichnungen und Holzsägenarbeiten anzufertigen.
Ich habe über die Jahre schon immer mal wieder etwas auf weißes Papier oder in Ordner und Hefte gekritzelt, es dann aber nicht beendet oder nicht für gut befunden.
Inzwischen habe ich eingesehen, dass man die Dinge auch auf Spur bringen muss und dann nicht jedes Detail perfektionieren kann.

Einen Teil der dafür benötigten Dinge kann man ausleihen. Einen Teil muss man neu kaufen. Mich erinnert das an meine Schulzeit.
Bei Bunt- und Filzstiften habe ich gerade aufgefüllt. Man muss schauen, ob ich noch "Pinselfarbe" benötige. Statt Wasserfarben empfehlen sich da die stärkeren Acrylfarben.



ZEICHNEN

Beim Zeichnen bin ich "stiftmäßig" gleich in die Vollen gegangen.
Ich habe Buntstifte ausprobiert, Filzstifte und Pinsel verschiedener Formung. Sogar einen mit Silikonende habe ich probiert.
Die Farben waren auch vielfältig und mein Systematikerherz traf hier viele FarbNAMEN an. Die Farben entnahm ich lieber Tuben mit Akrylfarben als diesen Malkästen mit Wasserfarben aus unserer Schulzeit. Zur Not gehen aber diese auch.
Man braucht nur einiges an Übung für die präzise Stift- oder Pinselführung.
Will man beim Pinsel ein Bild entlang einer schmalen Linie einfärben, so sollte man dafür als Anfänger eine ungefähr parallel zur Linie geführte Pinselrichtung wählen.


HOLZARBEIT

In der Schulzeit war mal sparsam mit Holzarbeiten. Die meiste Zeit wurde gezeichnet. Dann: Manchmal Textil, manchmal Holz, manchmal Metall, manchmal sonstiges.
Da ist es spannend, mal mit einer ordentlichen Sägemaschine ein Brett anhand von vorgezeichneten Linien zuzusägen.
So entsteht z. B. schnell ein Linux-Pinguin.
Wenn man kein Problem mit dem Mehraufwand an Zeit und Mühe hat, kann man allerdings auch eine herkömmliche Laubsäge haben. Die Konstruktion sollte aber gut auf der Werkbank aufsetzbar sein.

Nach dem Aussägen und VOR dem Lackieren mit Akrylfarben o. ä. sollten die Werkstücke aber mehrmals geschliffen werden:
- zuerst Grobschliff mit starkem Schmirgelpapier gegen Unebenheiten
- dann Feinschliff mit schwachem Schmirgelpapier zur Glättung
- dann noch feinerer Feinschliff mit speziellen Schmirgelstoffen
- ist das Holz gegen Nässe empfindlich (Unebenheiten!), dann sollte man
  es etwas nass machen, trocknen lassen und obige Feinschliffprozeduren
  wiederholen










Sonntag, 3. Juni 2018

OTFRIED PREUẞLER

* 1923, Reichenberg (Böhmen)

Otfried Preußler war ein bekannter Deutscher Autor und Kinderbuchautor.


Otfried Preußler wurde 1923 als Otfried Syrowatka in Reichenberg geboren.
Seine Eltern waren Lehrer, viele seiner Vorfahren Glasmacher. 
Preußler lernte von seinen Eltern, seiner Oma Dora und insgesamt aus seiner böhmischen Heimat sehr viele Geschichten. 
 
Preußler war in der Schule gut in Deutsch und Fremdsprachen. 1942 machte er Abitur und wurde kurz danach zum Kriegsdienst eingezogen. 1944 geriet er als Offizier in sowjetische Gefangenschaft. Nach dem Krieg und fünf Jahren sowjetischer Gefangenschaft kam er nach Oberbayern. 
Preußler lebte mit seiner Familie in der Nähe von Rosenheim und arbeitete bis 1970 als Volksschullehrer. Seitdem widmete er sich ausschließlich seiner literarischen Arbeit. Er bezeichnete sich selbst mit Vorliebe als Geschichtenerzähler und galt bis zu seinem Tode als einer der namhaftesten und erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Preußler schrieb auch Bühnenstücke. In geringerem Umfang war er auch als Übersetzer tätig. 2013 starb er in Prien am Chiemsee.
Erst nach seinem Tod wurde bekannt, dass Preußler schon zwischen 1940 und 1942 "Erntelager 'Geyer'" geschrieben hatte, ein Jugendbuch, dass an den HJ-Duktus der Zeit angelehnt war und 1943 oder '44 im Verlag Junge Generation in Berlin erschien (Recherche Peter Becher und Murray G. Hall; ORF). Preußler hatte zeitlebens "vergessen", dieses Werk zu erwähnen.

Preußlers Bücher sind auch weiterhin begehrt. Seine Kinder- und Jugendbücher haben eine Gesamtauflage von über 40 Millionen Exemplaren überschritten  und liegen in über 250 fremdsprachigen Übersetzungen vor.  Seine Bühnenstücke zählen zu den meistgespielten Werken des zeitgenössischen Kindertheaters. Von seinen Werken liegen auch viele Verfilmungen vor.

Hauptwerke: 

- Der kleine Wassermann (1956)
- Die kleine Hexe (1957)
- Bei uns in Schilda (1958) 
- Der Räuber Hotzenplotz (1962)
- Das kleine Gespenst (1966)
- Neues vom Räuber Hotzenplotz (1969)
-
 
 
QUELLEN UND LITERATUR 
 
Wikipedia
Perlentaucher.de

Samstag, 2. Juni 2018

BEWUSSTSEINSGESCHICHTE, PSYCHOGESCHICHTE

Ich habe mich früh für alle möglichen Arten von Geschichte interessiert.
Besonders gefesselt hat mich aber neben der politischen Geschichte die Geschichte des Bewusstseins.

Es handelt sich hier um eine historische Unterdisziplin (Subdisziplin), die leider im Vergleich zu anderen Unterdisziplinen noch nicht sehr stark entwickelt ist - insbesondere gilt das für Deutschland.
Und mit Bewusstseinsgeschichte meine ich keine Geistesgeschichte (z. B. die Beschäftigung mit Platon oder Hegel), obwohl es auch dort Überschneidungen geben mag. Ebenso ist die Bewusstseinsgeschichte auch nicht ganz mit der Mentalitätsgeschichte deckungsgleich, kann aber von ihr viele Ansätze übernehmen. Die Abgrenzung von der Psychogeschichte (nicht: Geschichte des Faches Psychologie!) ist besonders schwierig. Hier kann man viele Gemeinsamkeiten erkennen.

Man mache sich folgende Grundüberlegung klar: Ich kann vieles an der Geschiche erforschen, die soziale Umwelt, die Kultur, die Architektur usw. Ich kann aber auch einfach von mir selbst, also meinem Ego, oder dem Ego der anderen ausgehen und fragen: Wie erlebe ich die Welt? Es geht also auch um subjektive Wahrnehmungselemente.

Und wenn man diese Überlegung entlang der historischen Schiene untersucht, mag man auf seltsame Entdeckungen treffen.
Die Bewusstseins- und die Psychogeschichte gehen also vom Ich (Ego) des Menschen aus. Man könnte das sogar auf Tiere oder zumindest auf Urmenschen (frühe Hominiden) ausweiten.
Dabei beschäftigen sie sich stärker als andere historische Subdisziplinen mit motivationalen Aspekten, wobei manche noch das Unbewusste einschließen. Zum Teil geht das sogar soweit, dass man sich "phänomenologisch" in den Menschen wie in einen Fernseh- oder Theaterzuschauer "hineinbeamt" und erforscht, wie er seine Umwelt wahrnimmt.


BEWUSSTSEINSGESCHICHTE UND JULIAN JAYNES


Auf Probleme der Entstehung des menschlichen Bewusstseins hingewiesen hat u. a. Julian Jaynes, der religiös aufgewachsen ist (besondere Geisteswelt) und sich dann für Psychologie und Geschichte interessiert hat. Akademisch begann er kurz mit der Philosophie und wechselte dann zur Psychologie.

Jaynes stellte eine Grundthese auf: Nämlich die, dass der Mensch im frühen Altertum nicht wie heute ein klares, individuelles Bewusstsein (Wahrnehmung von sich selbst) hatte, sondern eine "bikamerale Psyche", also eine Seele mit 2 Kammern, in der es eine göttliche Hemisphäre gab, die der menschlichen diverse Befehle gab. 
Besonders gilt das für Deutschland. Und damit meine ich keine Geistesgeschichte (z. B. die Beschäftigung mit Platon oder Hegel), obwohl es Überschneidungen geben mag.

Man mache sich folgende Grundüberlegung: Ich kann vieles an der Geschiche erforschen, die soziale Umwelt, die Kultur, die Architektur usw. Ich kann aber auch einfach von mir selbst (meinem Ego) oder dem Ego der anderen ausgehen und fragen: Wie erlebe ich die Welt?

Und wenn man diese Überlegung entlang der historischen Schiene untersucht, mag man auf seltsame Entdeckungen treffen.

Darauf hingewiesen hat ein Mann wie Julian Jaynes, der religiös aufgewachsen ist (besondere Geisteswelt) und sich dann für Psychologie und Geschichte interessiert hat. Akademisch begann er kurz mit der Philosophie und wechselte dann zur Psychologie.

Jaynes stellte eine Grundthese auf: Nämlich die, dass der Mensch im frühen Altertum nicht wie heute ein klares, individuelles Bewusstsein (Wahrnehmung von sich selbst) hatte, sondern eine "bikamerale Psyche", also eine Seele mit 2 Kammern, in der es eine göttliche Hemisphäre gab, die der menschlichen diverse Befehle gab.
Erst als diese bikamerale Psyche zusammenbrach, entstand das menschliche (Selbst-)Bewusstsein im modernen Sinne.
Jaynes versucht in seinem Hauptwerk, anhand von historischen Quellen nachzuweisen, wann und wie dies geschah.
Ein weiteres Opus magnum gelang ihm jedoch nicht, weil seine Gesundheit - auch durch akademisches Mobbing - angeschlagen war.
Einige Jaynes-Anhänger sehen in religiösen Attentätern eine Rückkehr der bikameralen Psyche.


WEITERE ANSÄTZE 

Julian Jaynes ist nur ein bewusstseinshistorischer Forscher unter vielen und dazu noch sehr umstritten.
Ich halte ihn aber für einen sehr wichtigen Denker.
Es gibt aber noch viele weitere Denker aus vielen Disziplinen, die schwer gegeneinander abzugrenzen sind.
Wir könnten das weiter unten noch genauer ausführen. Stichwortartig seien genannt:

- Psychohistorie: Lloyd deMause
- Psychologie und Psychiatrie
- Tiefenpsychologie: Sigmund Freud, C. G. Jung (Archetypenlehre), Alfred Adler, Erik Erikson, Erich Fromm, Wilhelm Reich
- Materialistische Philosophie: als (scheinbarer?) Gegenentwurf zum Bewusstseins-Denken
- Phänomenologie
- Theologien (ob wissenschaftlich oder nicht)

Sonntag, 20. Mai 2018

JUNG, CARL GUSTAV "C. G."

C. G. Jung (Quelle: Wiki)




* 1875, Kesswil
+ 1961, Küsnacht (Zürich) 

Carl Gustav Jung war ein Schweizer Nervenarzt, Psychoanalytiker, Analytischer Psychologe und Tiefenpsychologe.



Jung stammte aus einem Schweizer Pfarrhaus. Er studierte Medizin in Basel und arbeitete unter E. Bleuler als Psychiater in Zürich. Jung betrieb dort in Burghölzli experimentelle Assziationsstudien und versuchte damit, "Komplexe" zu analysieren (Diagnostische Assoziationsstudien, 1906). 1905/06 habilitierte er sich. Jungs Interessen entwickelten sich weiter und er war als Pfarrerssohn immer mehr bestrebt, das Medizinisch-Materielle mit dem Geistigen zu kombinieren.

So kam es, dass er sich bald der Psychoanalyse S. Freuds zuwendete, den er dann 1907 aufsuchte. Die Beziehung zu Bleuler verschlechterte sich dagegen und Jung eröffnete in Küsnacht am Zürichsee eine Privatpraxis.
Freund und Jung hatten anfangs viele Gemeinsamkeiten.
Freud sah zunächst in Jung eine Art Guru, Apostel o. ä. seiner Lehre. Jung galt nach damaliger Lesart als "Arier", was für die noch junge und als jüdisch angesehenen Psychoanalyse sehr wichtig war. Freud wollte so nach außen hin mehr Vielfalt ausstrahlen. Freud hatte selber zunächst mit einer akademischen Karriere geliebäugelt, die aber blockiert wurde. Freud machte Jung 1911 sogar zum Präsidenten der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung.

Bereits 1913 trennten sich ihre Wege schismatisch (S. Freud, C. G. Jung, Briefwechsel, 1974). Die Ursachen lagen in ihren Charakteren und ihren Denkgebäuden.
Eine der Lehrdivergenzen betraf die Natur der Libido, der Triebenergie, deren ausschließlich sexuelle Auffassung Jung verwarf. Er entwickelte mit der Zeit seine eigene Lehre und eine damit verknüpfte therapeutische Praxis, die er einfach Analytische Psychologie nannte.
In "Wandlungen und Symbole der Libido" (1911/1912) umriss Jung seine Libido-Theorie genauer. Er definierte libido als allgemeine seelische Energie und führte den Begriff Imago für einen schematischen Erfahrungsniederschlag ein. Neben dem persönlichen Unbewußten postulierte er ein vererbtes kollektives Unbewußtes, das Erfahrungen der Phylogenese des Menschen in kollektive imagines oder Archetypen kondensiert enthält.
Privat unterhielt C. G. Jung Beziehungen zu einigen seiner Patientinnen, darunter Sabina Spielrein und Antonia "Toni" Wolff. 
Mit "Psychologische Typen" (1921) verfaßte er die wohl bekannteste Darstellung seiner Lehre, führte die Ausdrücke Introversion und Extraversion ein und stellte sein auf Archetypen und polaren Gegensätzen fußendes Modell der Persönlichkeit vor, das erheblich auf die spätere Differentielle Psychologie (z. B. H.-J. Eysenck) einwirkte. Mit dem kollektiven Unbewußten und seinen Archetypen entstand ein Werkzeug, das Jung zur Deutung unterschiedlichster psychischer, gesellschaftlicher, kultureller und religiöser Erscheinungen einsetzte. Seine Deutungsfreude kannte aber irgendwann kaum noch Grenzen und betraff so unterschiedliche Felder wie Astrologie, spätantike Gnosis, mittelalterliche Alchemie, Tibetanisches Totenbuch oder chinesisches Wurforakel "I Ging". Manchem Betrachter erschien diese Erklärungswut als ungehemmt. Neben seinem Hang zu Spiritismus und Mythologie in Kollektiven (Polemik: "Kollektivgeraune") sahen einige eine Tendenz zu rassistischen, judenfeindlichen und misogynen Einstellungen.
In den dreißiger Jahren ist eine gewisse Nähe zu völkischen Doktrinen erkennbar. Diese hat allerdings dem heute noch vorhandenen weltweiten Einfluß seiner Lehren wenig Abbruch angetan.
Man darf aber nicht übersehen, dass Jung in der von ihm gegründeten Vereinigung eine Balance suchte zwischen der (auch seiner) Zentralmacht und der deutschen Sektion, die immer stärker durch die Ideen des Nationalsozialismus beeinflusst wurde und immer bestimmender auftrat.
Jung sah in den Deutschen der 30er die Verkörperung des Archetyps "Wotan".


Archetypische Motive:

Die archetypischen Motive machten für Jung die Struktur des kollektiven Unbewussten aus. Dafür erforschte er viele Mythen, bspw. der Ägypter, Griechen, Römer, Germanen, Kelten und des Buddhismus'.

- das Selbst 
- Anima und Animus
- Gegensätze und ihre Aufhebung (Sonne und Mond)
- Kind
- Mädchen (Kore)
- Mutter
- Engel
- Schlange
- Drache
- Kreuzstruktur
- das Mandala
- Trickster
- Wotan
- Trinität (Christentum)
- Baum


Die Ideen und Ansätze C. G. Jungs und insbesondere seine Archetypen-Lehre findet in der Welt der Sozialwissenschaften immer wieder Anhänger.
Einer davon ist z. B. Joseph Campbell. 



QUELLEN UND LITERATUR

Wikipedia
Spektrum
-
Jacobi, Jolande: Komplex, Archetypus, Symbol; 1957
Wehr, G.: Carl Gustav Jung; München 1985 (Kösel)
McLynn, F.: Carl Gustav Jung; New York 1997 (St. Martin's Press)

Montag, 26. Februar 2018

LETZTE MELDUNG ZU MORGAGNUS: DE SEDIBUS ET CAUSIS MORBORUM PER ANATOMEN INDAGATIS DISSECTIO, BAND 4, EPISTULA 50, 3

Dort geht es um eine arme Frau, die an einem Geschwulst am Hals litt und schließlich daran verschied.
An diejenigen, die sich dafür interessieren: man gehe auf NOVA-AETAS. BLOGSPOT (man kann es auch von mir aus bleiben lassen), indem man dies bei google eingibt.
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Ende Durchsage