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Sonntag, 31. Dezember 2017

AINU

Ähnliches Foto
Ainu in traditioneller Tracht (Shiraoi, Hokkaido)
 
Ainu (アイヌ; and. Schreibweisen: Aino, Aynu) bezeichnet man eine Volksgruppe, die die japanischen Inseln schon seit vielen Jahrtausenden bewohnt. Heute sind "eigenständige" Ainu nur noch in Teilen der nördlichen Insel Hokkaido anzutreffen. Vor einiger Zeit lebten sie noch in Nord-Hondo (Honshu) und auf Sachalin.
Man muss aber davon ausgehen, dass die Volksgruppe der Ainu auch woanders in den japanischen Genpool eingegangen ist. Die Sprache der Ainu stirbt gerade aus. Sie wird Ainugo genannt und ist nur schwer systematisch anderen Sprachen zuzuordnen. Sie gilt aber trotz des fast schon eingetretenen Sprachtodes als relativ gut erforschte Sprache. An der Erforschung waren neben Ainu Japaner, Russen (über Sachalin) und Forscher aus anderen Ländern beteiligt. Ainu wird üblicherweise in der japanischen Silbenschrift Katakana geschrieben. Es gibt aber nur sehr wenige aktuelle Publikationen in Ainugo.
Möglicherweise besteht eine Verwandtschaft der Ainu mit den Einwohnern Okinawas. Obwohl die Ainu schon viel länger auf den japanischen Inseln leben als die später eingewanderten "Yamato-Japaner", sind sie wahrscheinlich keine Ureinwohner. (Sprich: Sie lebten schon sehr lange auf den Inseln, aber nicht "von anfang an".)


Bildergebnis für Ainu Wiki
Ainu, Physiognomie


ETHNIE

Die Ainu sehen oft auch äußerlich anders aus als die Yamato. Unter Yamato versteht man die Japaner im heutigen Sinne (andere Termini vorhanden).
Die Ainu wirken stärker behaart und haben oft stark betonte Augenbrauen. Die Männer tragen oft Bärte. Einige Ainu haben Gesichtszüge, die entfernt an australische Aborigines erinnern - bei hellerer Haut-, andere haben ein Äußeres, das eher an Europäer erinnert. Dafür haben sie weniger geschlitzte Augen.
Genetisch sind die Ainu aber keineswegs europid, sondern ähneln in ihrem Erbgut Völkerschaften, die seit Urzeiten in Südost- und Ostasien vorherrschen.

Es ist unter Archäologen umstritten, ob die Ethnie der Ainu mit der Jomon-Kultur des frühen Altertums zusammenhängt (jomon jidai), die dann von der Yayoi-Kultur abgelöst wurde (yayoi jidai), die möglicherweise ethnisch durch die Yamato repräsentiert wurde.


KULTUR

Die Kultur der Ainu ist stark durch einen Bärenkult beeinflusst. Bären galten im relativ kalten Hokkaido als wichtige Jagdbeute. Dieser Kult ist sehr animalistisch geprägt. Bären wurden rituell getötet, worüber noch Filmaufnahmen aus dem frühen 20. Jhd. vorliegen.

Die Ainu leben entsprechend der kalten Witterung in gedeckten Holzhäusern. Ihre Architektur ähnelt genuin nicht der japanischen, auch wenn sie später gewissen Einflüssen ausgesetzt wurde.
Auch die Musterung der Kleidung ist anders als die japanische. Die Muster sind eckiger und treten oft auf dunkler Grundfarbe auf. Es gibt aber auch Variationen.
Die Männer tragen oft Bärte und die Frauen dunkel gefärbte Lippen, was sich fast zu Schnurrbartgröße auswachsen kann.


QUELLEN:

Wikipedia
-
pogrom (Zeitschrift für bedrohte Völker)



INDIANER (INDIGENE VÖLKER AMERIKAS)

MARCELLINUS, AMMIANUS

AUGUSTUS

LISTE RÖMISCHER KAISER


Es ist nicht einfach, eine Liste römischer Kaiser aufzustellen.

  1. Zuerst muss der Kaisertitel geklärt werden: Versteht man unter Kaisern Herrscher mit dem Titel "Imperator", was ursprünglich Feldherr hieß und seit Augustus auch das Amt des Herrschers über das Imperium meint?
    Versteht man unter Kaisern Männer, die den Namen oder Beinamen Caesar tragen, also alle Herrscher ab Julius Cäsar, vielleicht sogar ihn eingeschlossen (vgl. Sueton)? 
  2. Wählt man nur den "Hauptkaiser", wenn es einen solchen gibt, oder auch Gegenkaiser und Usurpatoren, die sich gegen ihn erheben? 
  3. Wie lange lässt man das Römische Reich (Imperium) auf der historischen Zeitleiste reichen? Bis zur Absetzung des Romulus Augustulus 476 n. Chr. (traditionell) oder darüber hinaus?




31 v. Chr. -14 n. Chr.   Augustus  Pax Augusta 
14-37   Tiberius  Rückzug nach Capri 
37-41   Caligula  "lebender Gott" 
41-54   Claudius  Eroberung Britanniens 
54-68   Nero  Brand Roms 
68-69   Galba  "Zuchtmeister" 
68-69   Otho  Lebemann 
69   Vitellius   Lebemann 
69-79   Vespasian   Kolosseum 
79-81   Titus   Einnahme Jerusalems 
81-96   Domitian   "dominus et deus" 
96-98   Nerva   "Mann des Senats" 
98-117   Trajan   größte Ausdehnung d. Reiches 
117-138   Hadrian   Verstärkung des Limes 
138-161   Antoninus Pius   Antoninus-Wall 
161-180   Mark Aurel   "Philosoph auf dem Kaiserthron" 
161-169   Verus   Krieg gegen Parther u. Markomannen 
180-192   Commodus   "Romanus Hercules" 
193  Pertinax   Reformen und Sparmaßnahmen 
193  Didius Julianus   reicher Aristokrat 
193-211  Septimius Severus   "Militärmonarchie" 
193-194   Pescennius Niger   Gegenkaiser 
195-197   Clodius Albinus   Selbstmord bei Lugdunum 
211-217   Caracalla   212: Constitutio Antoniniana 
211-212   Geta   Ermordung 212 
217-218   Macrinus   Abkommen mit den Parthern 
218-222   Elagabal   Priester des Elagabal 
222-235   Severus Alexander   Abwehrkrieg gegen Perser 
235-238   Maximinus Thrax   Alamannenkrieg 
238   Gordianus I.   Selbstmord 238 
238   Gordianus II.   Sohn u. Mitherrscher Gord. I. 
238   Balbinus   "Senatskaiser" 
238   Pupienus   Ermordung durch Prätorianer 
238-244   Gordianus III.   Feldzug gegen Schapur I. 
244-249   Philippus Arabs   1000-Jahrfeier Roms 
247-249   Philippus II.   Tod im Prätorianerlager 
249-251   Decius   Erneuerer altrömischer Tradition 
251   Herennius   fällt im Kampf gegen die Goten 
251   Hostilianus   Adoption durch Trebonianus Gallus 
251-253   Trebonianus Gallus   Kämpfe gegen die Goten 
251-253   Volusianius   Feldzug gegen Aemilianus 
253   Aemilianus   Sieg über die Goten 
253-260   Valerianus   Kampf gegen Goten und Perser 
253-268   Gallienus   Reform des römischen Heerwesens 
260   Ingenuus   Gegenkaiser des Gallienus 
260   Regalianus   Sieg über die Sarmaten 
260-261   Qietus   Bruder des Macrianus 
260-261   Macrianus   Usurpator 
261-262   Aemilianus   Usurpator in Ägypten 
263   Memor   Kaum greifbare Persönlichkeit 
268   Aureolus   Daker niederer Herkunft 
268-270   Claudius Gothicus   Sieg über Alamannen 
270   Quintillus   wich Aurelianus kampflos 
270-275   Aurelianus   Aurelianische Mauer 
275-276   Tacitus   Kämpfe gegen die Goten 
276   Florianus   Kämpfe gegen Goten in Kleinasien 
276-282   Probus   Sicherung der Rhein- und Donaulinie 
282-283   Carus   Kampf gegen Sarmaten und Quaden 
283-285   Carinus   Kampf gegen Germanen 
283-284   Numerianus   Beteiligung am Perserkrieg 
284-305   Diokletian   Tetrarchie - Christenverfolgung 
286-305  Maximianus   Kampf gegen germanische Grenzvölker 
305-311   Galerius   Abwehrkämpfe im Donauraum 
305-306   Constantius I. Chlorus   Schutz der Rheinlinie 
306-337   Konstantin I.   312 - Schlacht an der Milvischen Brücke 
306-312   Maxentius   Gegner Konstantins 
306-307   Severus   Soldat von niederer Herkunft 
308-324   Licinius   christenfreundliche Richtung 
309-313   Maximinus Daia   offener Krieg gegen Licinius 
314   Valens   dux limitis an der mittleren Donau 
324   Martinianus   magister officiorum des Licinius 
337-350   Konstantin II   Residenz in Trier 
337-350   Constans   ausschweifende Lebensweise 
337-361   Constantius II   Kampf gegen Perserkönig Schapur II. 
361-363   Julian Apostata   Sieg über die Alamannen 
363-364   Jovian   Ausgleich zwischen Christen und Heiden 
364-375   Valentinian I   Abwehrkämpfe an der mittleren Donau 
364-378   Valens   Ausgleich zwischen Christen und Heiden 
367-383   Gratian   Völkerwanderung erreicht röm. Boden 
375-392   Valentinian II   schwacher Herrscher 
379-395   Theodosius I   Oströmisches Reich 
395-408   Arcadius   Oströmisches Reich 
395-423   Honorius   von Beratern abhängig 
407-411   Konstantin III.   gewöhnlicher Soldat 
408-450   Theodosius II   Oströmisches Reich 
421   Constantius III   ausgezeichneter Militär 
423-425   Johannes   Weströmischer Usurpator 
425-455   Valentinian III   Sieg über die Hunnen 451 
450-457   Marcian   Oströmisches Reich 
455   Petronius Maximus   Flucht aus Rom - Vandalenangriff 
455-456   Avitus   Kaiser mit Hilfe der Westgoten 
457-461   Majorian   innere Reformen - Stärkung der Armee 
461-465   Severus III.   Libius Severus - unbedeutender Kaiser 
467-472   Anthemius   Ermordung bei Straßenkämpfen 
472   Olybrius   Thronanwärter der Vandalen 
473-474   Glycerius   keine Anerkennung durch Ostrom 
474-475   Julius Nepos   Friede mit den Westgoten 
475-476   Romulus Augustulus   letzter weströmischer Kaiser 

JOSEPHUS, FLAVIUS

MAXIMUS, VALERIUS

PATERCULUS, VELLEIUS

ALEXANDER DER GROẞE

ARMINIUS

TACITUS

FRIEDRICH SCHILLER

GOETHE, JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

KRIPPENDORFF, EKKEHART

FRANK, ANDRÉ GUNDER

ELSENHANS, HARTMUT

BALIBAR, ÉTIENNE

BUTLER, JUDITH

LENIN (WLADIMIR ILJITSCH ULJANOW)

SCHMIDT, HELMUT

KOHL, HELMUT

HESIOD

AIDS: ZEITLEISTE VON 1900 - 1980

1900 (ca.)
  • Ungefähr zu Beginn des 20. Jhd.s wurde wahrscheinlich eine Form des SIV (Simian Immunodeficiency Virus) in Afrika von Affenarten auf den Menschen übertragen und dann zu HIV (Human Immunodeficiency Virus).
    Man vermutet als Ursprungsort Zentral- oder Westzentralafrika. Dieses Gebiet war gerade damals sehr dicht bewachsen, von vielen Tierarten bewohnt und gleichzeitig sehr heiß und feucht.
    Gleichzeitig war der Kongo damals eine belgische Kolonie mit gerade einsetzender Verstädterung, so dass sich einmal übertragene Viren schnell verbreiten konnten.  
  • Die Affenarten, die SIV auf den Menschen übertragen haben könnten waren Schimpansen und eventuell auch Gorillas. Daraus entstand dann HIV-1.
    Bei der späteren Entstehung von HIV-2 in Westafrika spielten wahrscheinlich Meerkatzen eine Rolle.
    Bei dieser frühen Übertragung ist insbesondere der Virus HIV-1, Gruppe M entscheidend. Er sollte später die AIDS-Pandemie auslösen! Es gibt aber noch weitere gefährliche Gruppen. 
  • Was so eine Übertragung möglich macht, ist umstritten.
    Es ist denkbar, dass schon der bloße Kontakt mit den Tieren eine solche Übertragung ermöglicht haben könnte. Affen werden in einigen Gebieten Afrikas sogar als Haustiere gehalten.
    Eine weitere Möglichkeit ist die Übertragung durch Nahrungsaufnahme ("Bushmeat").
    Weiter werden auch immer wieder diverse Impfkampagnen oder falsche medizinische Behandlungen als Übertragungsfaktor ins Spiel gebracht.
    Weitere Möglichkeiten sind kultische Handlungen mit der Übertragung von Körperflüssigkeiten bis hin zu sexuellen Handlungen.

1920er

  • Forscher vermuten, dass HIV besonders in Kinshasa (Leopoldville) zirkulierte.

1959

  • Die ersten bekannten AIDS-Fälle treten auf. Dass es sich um eine HIV-Infektion handelte, stellte man aber erst bei der nachträglichen Untersuchung von Gewebeproben nach Bekanntwerden der Krankheit in den 80er-Jahren fest.
  • Der erste bislang bekannte HIV-Patient stirbt (an AIDS?): Es ist ein männlicher Kongolese aus Léopoldville. Die Umstände der Infektion konnten nicht 100%-ig erforscht werden. 
  • Ardouin Antonio, ein 49-jähriger Schiffsarbeiter aus Haiti, stirbt am 28 Juni an PCP (Pneumocystis carinii pneumonia), die oft mit einer HIV-Infektion in Zusammenhang steht. Der Arzt Gordon Hennigar empfand die Erkrankung als seltsam und ließ die Lungen konservieren. In zwei Fachzeitschriften wurde damals darüber publiziert.

1960er

  • HIV-1 breitet sich in Zentralafrika immer mehr aus. Von 1960 ist z. B. der Fall einer Frau bekannt, deren Lymphknoten untersucht werden. In der Biopsie fand man viele Jahre später den HI-Virus.
    Durch Wanderarbeiter, Reisende und medizinisches Personal wird HIV-1 weiterverbreitet. 
  • Neben HIV-1 tritt auch HIV-2 auf. Es hat seinen Schwerpunkt in Westafrika. Möglicherweise wurde es in Guinea-Bissau von Rußmangaben, einer Primatenart aus der Familie der Meerkatzenverwandten, übertragen.

1964

  • Jerome Horwitz vom Barbara Ann Karmanos Cancer Institute und der Wayne State University School of Medicine synthetisieren AZT unter Obhut der US National Institutes of Health (NIH). AZT war anfangs als Anti-Krebs-Medikament vorgesehen.

1966
  • Genetische Studien des Virus deuten an, dass es ungefähr um 1966 in (Gesamt-)Amerika ankam. Es wurde wohl zuerst eine Person in Haiti infiziert, wahrscheinlich durch Arbeitsmigration. In der damaligen Zeit arbeiteten viele Haitianer im Kongo.
    Von dort geriet es dann in den Folgejahren in die USA.
    Man muss aber dazu sagen, dass sich dieses Bild erst lange nach 2000 nach umfangreichen Erbgut(entwicklungs)studien des Virus' verfestigte. Lange Zeit ging man davon aus, dass das Virus erst einige Jahre vor seinem "offiziellen" Auftreten 1980/81 in den 70er-Jahren in die USA eingeschleppt wurde. 
  • Die Bedeutung von Haiti als "Zwischenstation" ist nicht nur deshalb so brisant, weil es dorthin Arbeitsmigration gab, sondern auch weil Haiti und insbesondere die Hauptstadt Port-au-Prince in der Karibik als ein Mekka des Sextourismus' galten. Ein Grund für diese tragische Rolle war, dass Havanna auf Kuba durch die Revolution unter Fidel Castro und Ernesto "Che" Guevara nicht mehr als Hauptstadt der Vergnügungssüchtigen in Frage kam (Alkohol, Drogen, Sex, Glücksspiel).

1968
  • Eine Analyse des von HIV-Arten, die in den USA gefunden wurden, aus dem Jahre 2003 ergab das Ergebnis, dass ungefähr um 1968 das Virus in die USA eingeschleppt wurde. Man hat dabei übliche Mutationsraten zugrunde gelegt.
    Die Krankheit entstammte wohl dem Amerikanischen Strang von 1966, aber blieb noch bis 1980/81 unerkannt.
    Allerdings sind diese Erkenntnisse nicht ganz gesichert. Denn Robert Rayford, der im kommenden Jahr sterben sollte, wurde möglicherweise schon deutlich früher infiziert (1959?).
1969
  • Ein Teenager aus St. Louis, als Robert Rayford beschrieben, stirbt an einer Krankheit, die seine Ärzte irritierte. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Krankheiten, an denen er zugrunde ging, durch ein geschwächtes Immunsystem begünstigt wurden. Die Mediziner vermuteten, dass der Junge als Callboy gearbeitet hat, auch wenn er das selber bestritt.
    Von ihm wurden Gewebeproben aufbewahrt.
    18 Jahre später untersuchen Molekularbiologen an der Universität Tulane in New Orleans seine Gewebeproben und finden Indizien für HIV.
    Robert Rayford ist wahrscheinlich ein Pseudonym.
 
1975
  • Die Tochter von Arvid Noe stirbt im Januar 1975. 
  • Arvid Noe ist ein norwegischer Matrose, Arbeiter und LKW-Fahrer, der seit den frühen 60er-Jahren auch um West- und Zentralafrika aktiv war. Dort könnte er sich bei Prostituierten mit dem HI-Virus angesteckt haben. 1961 zog er sich bei seiner ersten Afrika-Reise bereits eine Gonorrhö-Infektion zu.
    Später infizierte er in seiner Heimat auch Frau und Tochter mit HIV, die an der Immunschwäche-Krankheit elendig zugrunde gehen.
    Damals erkannte man den Erreger noch nicht als das, was er war. Außerdem handelt es sich bei diesen frühen AIDS-Fällen in Europa um einen anderen HIV-Subtyp.
    Arvid Noe ist ein Pseudonym. Der Mann hieß in Wirklichkeit Arne Roed.

1976
  • Der norwegische Seemann und Arbeiter Arvid Noe (Pseudonym) stirbt an AIDS, ohne dass die Krankheit schon bekannt wäre.
    Später werden die konservierten Körpergewebe untersucht. Es waren mehrere Tests nötig, weil die frühen HIV-Tests noch nicht so genau waren, so dass man erst 1988 Klarheit hatte: Noe und seine Frau hatten HIV-1, Gruppe O. 
    Man an vermutet, dass sich Arvid Noe in den frühen 1960ern angesteckt hat. Unklar ist, wie seine Frau und seine Tochter infiziert wurden.
  • Auch in den USA verbreitet sich HIV/AIDS unerkannt weiter. Im Jahre 1976 wird die 200-Jahr-Feier der Vereinigten Staaten gefeiert. Besonders in New York gibt es dafür große Feste. Später wird man bei der Erforschung früher Ansteckungsfälle herausfinden, dass viele der Menschen untereinander Sexualkontakte auf der 200-Jahr-Feier hatten.
    Die ursprüngliche These, dass AIDS erst 1976 in die USA eingeschleppt wurde, ist aber zu verwerfen.
     
1977
  • Die dänische Ärztin Grethe Rask stirbt an einer HIV-Infektion, die sie sich in Afrika zugezogen hat.
  • Eine Prostituierte aus San Francisco gebiert das erste von drei Kindern, die später mit AIDS diagnostiziert werden. Das Blut der Kinder wurde erst nach ihrem Tod auf HIV getestet. Die Mutter starb 1987 an AIDS.
    Testergebnissen zufolge wurde sie spätestens 1977 infiziert.

1978
  • Ein Portugiese namens "Senhor José" (English: Mr. Joseph) stirbt.
    Er wird später als erste Person mit einer HIV-2-Infektion bestätigt werden. Man vermutet, dass er sich die Infektion in Guinea-Bissau im Jahre 1966 zugezogen hat.
1979
  • Ein früher Fall von AIDS in den Vereinigten Staaten, ein in New Jersey im Jahre 1973 oder '74 geborenes Mädchen, stirbt 5-jährig an AIDS.
    Ihre Mutter war eine 16-jährige Fixerin mit wechselnden Sexualpartnern.
    Spätere Gewebeuntersuchungen bestätigen eine HIV-1-Infektion.
  • Auch Herbert Heinrich, ein bisexueller deutscher Konzertviolinist, stirbt 1979. Erst 1989 haben Tests ergeben, dass er HIV-positiv war.
    Es gab auch Spekulationen, dass er von einer Prostituierten infiziert wurde, die ihrerseits von Arvid Noe infiziert war. 
  • Eine 30-jährige Frau aus der Dominikanischen Republik stirbt im Mount Sinai Medical Center in New York Stadt an einer CMV-Infektion (Zytomegalievirus).

1980er
  • Die 1980er sind das Jahrzehnt, in dem HIV und AIDS der Weltöffentlichkeit zu Bewusstsein kommen. Am Anfang der Dekade muss erstmal der Virus identifiziert werden, wobei es zu einem Wettrennen verschiedener Labore und zu einem Streit zwischen den USA und Frankreich kommt.
  • Der Name für AIDS war übrigens am Anfang GRID und wurde dann geändert.
  • Es wird schnell klar, dass es bei AIDS gewisse Risikogruppen gibt.
    Dazu zählen vor allem:
    1. homosexuelle Männer
    2. Bluter
    3. Fixer
    4. Menschen (auch heterosexuelle) mit häufig wechselnden Partnern
  • Über diese neu entdeckte Krankheit entbrennen schnell politische Kämpfe, auch aber nicht nur durch die Hauptrisikogruppe der homosexuellen Männer.
    Konservative Gruppen machen die Lockerung der Sitten durch die sog. sexuelle Befreiung der späten 60er-Jahre für die Epidemie/Pandemie verantwortlich. Der häufige Partnertausch sei immer mehr toleriert worden und habe der schnellen Verbreitung von Erregern (auch Hepatitis und andere) Vorschub geleistet. Außerdem hätten Homosexuelle sich früher oft im Untergrund herumgetrieben und sich höchstens heimlich in Wohngebäuden, auf Toiletten und in Parks getroffen. Durch die Legalisierung homosexueller Handlungen seien Schwule dann immer offener aufgetreten und hätten sich sogar in schwulen Badehäusern getroffen, wo es dann zu einer Massenübertragung der neuen Erreger gekommen ist.
    Liberale Gruppen warfen dagegen der Reagan-Regierung vor, durch ihr Dogma der Sozialkürzungen die CDC "heruntergerüstet" zu haben, so dass sie nicht mehr schnell und entschieden genug agieren konnte.
    Gleichzeitig sei die Reaktion auf die neu entdeckte Krankheit viel zu langsam verlaufen, einmal durch Bürokratismus und dann durch bewusste Verzögerung aus Angst, mit dem Thema Homosexualität ein Tabuthema anzupacken.
    In der Tat wurden erst spät Bekämpfungsmaßnahmen koordiniert und Blutkonserven auf HIV getestet. In der Öffentlichkeit schob erst der Tod des Schauspielers Rock Hudson 1985 das Thema AIDS richtig an. 

1980
  • Am 24. April wurde der in San Francisco lebende Ken Horne dem Center for Disease Control mit dem Kaposi-Sarkom (KS) gemeldet. Horne leidete auch an Cryptococcus.
    Im Jahre 1981 wird die CDC ihn nachträglich als ersten AIDS-Patienten in den USA definieren.  
  • Ein 36-jähriger homosexueller Dänischer Mann stirbt im Reichshospital in Kopenhagen an Pneumocystis pneumonia. 
  • Am 31. Oktober besucht der homosexuelle franko-kanadische Steward Gaetan Dugas zum ersten Mal nachgewiesen ein New Yorker Badehaus. 
    Dugas sollte in der Debatte um die frühe Ausbreitung von AIDS eine große Rolle spielen. Da er im Cluster der frühren HIV-Fälle eine zentrale Bedeutung halt, hielt man ihn eine Zeit lang für den "Patient Zero".
    Die Vermutung, dass er HIV in die USA eingeschleppt hat, konnte sich nicht beweisen. Auf jeden Fall hat er aber durch seine enorme sexuelle Aktivität und seinen mobilen Beruf sehr viele Menschen.
    Bei der Nachforschung nach frühen Fällen von HIV soll herausgekommen sein, dass Dugas auch nach der Aufklärung über die Ansteckungswege der neu entdeckten Krankheit nachlässig handelte und sogar wissentlich Menschen infizierte.
    Sein Fall spielte eine große Rolle im Buch "And the Band Played On. Politics, People, and the AIDS Epidemic" (1987) von Randy Shilts, das später verfilmt wurde.
  • Am 23. Dezember stirbt Rick Wellikoff, ein Lehrer aus Brooklyn, in New York Stadt an AIDS. Er ist offiziell der 4. US-Amerikaner, der an AIDS starb. 
  • Ende 1980 stirbt eine Frau aus Zaire (Kongo) an Pneumocystis Pneumonia (PCP) im Claude Bernard Krankenhaus in Paris.


Samstag, 30. Dezember 2017

MASK

Ähnliches Foto
MASK - Logo und einige Akteure


Zum Handlungsbogen von M.A.S.K. gehört gehört der ewige Kampf zwischen M.A.S.K. und V.E.N.O.M.
MASK sind die Guten und VENOM die Bösen. Beide Namen stehen sowohl für Abkürzungen wie auch für die Begriffe Maske (mask) und Gift (venom).
Der Clou der Serie besteht darin, dass beiden Teams spezielle Fahrzeuge, Waffen und Masken (bzw. Helmmasken) zur Verfügung stehen.

Die Serie hat keinen Pilotfilm und beginnt und endet unvermittelt.

Die gute Seite - M.A.S.K. - wird von Matt Trakker angeführt.
Seine Mitarbeiter haben alle eigene Berufe und unterbrechen ihre Tätigkeit immer abrupt, wenn sie zum Einsatz gerufen werden. In den ersten Episoden liegen die Ziele ihrer Missionen im größeren Umkreis ihrer geheimen Basis Boulder Hill in den USA. Später weitet sich ihr Operationsgebiet um den ganzen Erdball aus, ohne dass jemals spezifisch darauf eingegangen wird, seit wann das so ist. So kann sie ein Einsatz z. B. auch bis nach Bayern tragen.
Bei größeren Entfernungen fliegen die Leute von M.A.S.K. mit einem speziellen Transportflugzeug zum Krisengebiet. Trakker ist meist zufällig schon vor Ort um etwas zu stiften, einzuweihen oder zu finanzieren. Manchmal machen er und sein Sohn Scott auch nur Urlaub.

Die böse Seite - V.E.N.O.M. - angeführt von Miles Mayhem, hat dann meist dasselbe Objekt im Auge. In jeder Episode liefern sich die Agenten mit ihren Fahrzeugen einen Kampf, mit einem ganz besonderen Blick auf die Fähigkeiten der Wagen und der Masken/Helme der Charaktere. V.E.N.O.M. zieht sich am Ende stets zurück, sodass das Gute siegt.

Den weiteren wiederkehrenden Plot übernimmt Scott Trakker, der von seinem Vater stets ermahnt wird in Deckung zu bleiben und sich nicht in Gefahr zu begeben. Jedoch ist die Neugierde und der Wunsch, endlich wie der Papa zu sein, größer als die Vernunft, die hier durch Scotts Roboter T-Bob verkörpert wird. (Es ist klar, dass solche Nebenhandlungen absichtlich in die Handlung hineingeschrieben werden, um eine Serie für ein größeres Publikum attraktiv zu machen.) Der ständig nörgelnde, ängstliche T-Bob versucht Scott eines Besseren zu belehren, hat aber keinen Erfolg. So kommt es in jeder Episode dazu, dass Scott selbst Detektiv spielt und per Zufall den Hinweis entdeckt, den MASK benötigt, um VENOM aufzuhalten. Ein Running-Gag ist T-Bobs Angst, dass ihm etwas passieren könnte. Scott muss ihn stets daran erinnern, dass er ein Roboter ist und sich weder verletzen noch sich einen Sonnenbrand holen kann. Und es ist immer T-Bob, der dafür zuständig ist, die Aufmerksamkeit der Bösen auf sich und Scott zu lenken.

Zwischendurch gibt es einige Episoden, in denen Mayhem es auf mythische und sagenumwobene Objekte abgesehen hat: Magische Zepter, Ufos und Dino-Babys sind einige dieser Dinge. Vor allem sind es Sachen, die nichts mit Trakkers Unternehmen zu tun haben und stets dort anzutreffen sind, wo die Trakkers Urlaub machen. Mayhem trachtet stets danach reich zu werden, weil er der Ansicht ist, dadurch mächtig zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist er sich für nichts zu schade. Sehr oft versucht er andere um höhere Summen zu erpressen, stets mit dem Hintergedanken, die Todesmaschinen dennoch einzusetzen, auch wenn er bezahlt wird, um der Welt eine Lektion zu erteilen


Ab der letzten Staffel findet eine grundlegende Veränderung statt. M.A.S.K. operierte nicht mehr als Anti-Terror-Organisation. Trakker und seine Leute nahmen an Rennturnieren teil, die rund um die Welt stattfanden und stets einem guten Zweck dienten. Natürlich war auch V.E.N.O.M. zugegen, aber nicht um etwas zu stehlen oder jemanden zu entführen. Mayhem zeigte sich weniger. Eher waren seine Mitarbeiter präsent. Diesen ging es auch nicht in erster Linie darum, das jeweilige Rennen zu gewinnen, sie wollten sich nur rächen und M.A.S.K. schlecht aussehen lassen. Hierbei offenbart sich auch eine Inkohärenz der Serie, indem Matt Trakker nach der ersten der Renn-Episoden erklärt, er sei bereit zusammen mit seinen Freunden eine Organisation zu gründen, um V.E.N.O.M. zu bekämpfen, dies jedoch bereits in den davor spielenden Episoden getan hatte. Auch wird die gesamte Vorgeschichte über die gemeinsamen Anfänge von Trakker und Mayhem und Mayhems späterer Verrat in der Serie nicht thematisiert, sondern nur kurz am Rande gestreift. Diese Informationen sind in den Kurzcomics enthalten, die den Spielzeugen beiliegen.

QUELLEN:

Wikipedia

KREBS

Krebs bezeichnet in der Medizin eine bösartige Gewebeneubildung (maligne Neoplasie). Man spricht bei so einem bösartigen Geschwulst auch von einem malignen Tumor (Malignom).
Der Begriff Krebs kommt tatsächlich vom Krebstier. Bösartige Gewächse können nämlich unter der Haut derartige Formen abbilden.

(Zum Begriff Tumor:)


Mediziner sprechen von einem Tumor, wenn sich körpereigene Zellen vermehren und in einem Gewebe oder Organ eine Geschwulst bilden. Dieses Geschwulst kann gut- oder bösartig sein. Der Begriff Geschwulst kann Neutrum oder Femininum sein (also das oder die Geschwulst).
Auch gutartige Tumoren wie Muttermale oder Lipome (Fettgeschwülste) konnen Schaden anrichten oder sogar entarten. 

Handelt es sich um einen bösartigen (malignen) Tumor – umgangssprachlich Krebs genannt –, teilen und vermehren sich die Zellen unkontrolliert. Dabei können sie gesundes Gewebe verdrängen, in benachbarte Organe oder Gewebe eindringen und sich über die Blutgefäße oder das Lymphsystem ausbreiten. So können sich Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

Krebs ist im allgemeinen Sprachgebrauch also ein Sammelbegriff für eine Vielzahl verwandter Krankheiten, bei denen Körperzellen unkontrolliert wachsen und sich teilen. Krebs kann unterschiedliche Auslöser haben, die letztlich alle zu einer Störung des genetisch geregelten Gleichgewichts zwischen Zellzyklus (Wachstum und Teilung) und Zelltod (Apoptose) führen.


KREBSARTEN

In Deutschland stellt Prostatakrebs bei Männern die häufigste Krebsart dar. Dann folgen Darmkrebs und Lungenkrebs.
Bei Frauen ist der Brustkrebs die häufigste Krebsart. Dann folgen Darmkrebs und Bronchialkrebs.
Diese Reihenfolge ist im internationalen Vergleich durchaus nicht unüblich. Allerdings ist auffällig, dass in manchen Ländern der Darmkrebs deutlich seltener auftritt. Darmkrebs wird mit einer fettreichen Ernährung und gewissen Fleischarten (einschließlich Zubereitung) in Verbindung gebracht.


Tumorerkrankungen stellen – laut Statistischem Bundesamt – nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache hierzulande dar. Doch die Krebssterberate hat, verglichen mit dem Jahr 1980, deutlich abgenommen. Von den an Krebs erkrankten Menschen verstirbt heute also ein geringerer Anteil als 1980. Daten hierzu liefert unter anderem das Robert-Koch-Institut.


KREBSURSACHEN

Die Ursachen von Krebs können vielfältig sein.
Es wurde schon angedeutet, dass bei einer Krebserkrankung des genetische Zellgleichgewicht durcheinandergerät.
Das kann einmal aus der Zelle heraus geschehen, oder durch Schadstoffe ("Noxen") von außen.
Diese krebserregenden Schadstoffe können Chemikalien sein, aber auch Strahlen, krebsauslösende Krankheitskeime (v. a. Viren) und andere Faktoren. Entscheidend können aber auch Sexualhormone sein, die Zellgewebe bisweilen falsch stimulieren.
Beim Lungenkrebs können solche Schadstoffe z. B. die Inhalte von Zigaretten rauch sein, aber auch Benzol oder Asbest (auch andere Krebsarten).
Bei Darmkrebs kann eine zu fettreiche Ernährung oder eine mit zu vielen Nitrosaminen entscheidend sein.
Krebs an den männlichen oder weiblichen Keimdrüsen und an den weiblichen Brüsten kann durch Sexualhormone bedingt sein. Bei männlichen Sexualhormonen kommt noch hinzu, dass sie anabol wirken, was sich z. B. negativ auf die Prostata auswirken kann.


Auf der anderen Seite ist es entscheidend, dass die körpereigene Krebsabwehr nicht beeinträchtigt wird. Das kann z. B. durch Stress oder durch andere Krankheiten entstehen.


THERAPIE

Die Therapie hängt unter anderem davon ab, um welche Krebsart es sich handelt, wie groß der Tumor ist und ob er bereits Tochtergeschwülste gebildet hat. Nach wie vor spielen aber die Operation, die Chemotherapie sowie die Strahlentherapie eine wichtige Rolle in der Behandlung vieler Tumore. Die Operation zielt darauf ab, das veränderte Gewebe durch einen chirurgischen Eingriff zu entfernen. Hat der Krebs noch keine Metastasen gebildet und lässt er sich ganz beseitigen, stehen die Chancen auf Heilung meist recht gut. Oft wird die Operation mit einer Strahlen- und/oder Chemotherapie kombiniert. Durch diese Methoden sollen entweder – nach dem Eingriff – noch vorhandene Krebszellen abgetötet werden. Oder es soll – wenn diese Therapieformen vor einer OP stattfinden – der Tumor verkleinert werden.
Weitere Möglichkeiten sind bei bestimmten Krebsformen beispielsweise die Immuntherapie oder die Hormontherapie (beziehungsweise Antihormontherapie).
Wenn diese Behandlungsstrategien das Ziel haben, den Krebs zu bekämpfen und zu besiegen, spricht man von kurativer Therapie. Daneben gibt es noch die sogenannte palliative Therapie. Sie kommt in erster Linie dann zum Einsatz, wenn sich der Krebs nicht mehr heilen lässt. Palliative Methoden lindern die Beschwerden und Schmerzen, die ein Tumor mit sich bringen kann, und verbessern dadurch die Lebensqualität des Patienten.


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BOURDIEU, PIERRE

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Pierre Bourdieu (Pinterest)


01.08.30 in Denguin
23.01.02 in Paris

Pierre Bourdieu ist ein französischer Sozialwissenschaftler und Philosoph.

Bourdieu wurde 1930 in Deguin in Pyrénées Atlantiques geboren und besucht dort das Lycée de Pau. 1948 wechselte er an das renommierte Lycée Louis-le-Grand in Paris.

Bourdieu stammte selber aus einer sehr kleinbürgerlichen Familie. Sein Vater war Landwirt und kleiner Postbeamte. Die Diskrepanz zwischen dem Bemühen seines Vaters, ihm eine Bildungskarriere zu ermöglichen und seiner eigenen geistigen Langsamkeit in dieser Hinsicht sowie der innere Widerspruch zwischen Anpassung und Rebellion prägten Bourdieus frühes Erleben und damit sein Denken.
So durchlief Bourdieu zwar einerseits hohe Stationen einer französischen Bildungskarriere, genehmigte sich aber andererseits auch immer wieder Auszeiten für sportliche Betätigung und Kennenlernen des Alltagslebens, das er dann erforschte. Außerdem lehnte Bourdieu ein Studium in Richtung Medizin oder Jura ab. In Interviews streute er gerne immer wieder burschikose Witze ein. Politisch engagierte er sich immer wieder auf Seiten der Linken, lehnte aber ganz extreme Ansichten ab.

Nachdem Bourdieu auch noch die Eliteschule der École Normale Supérieure durchlaufen hatte, folgte eine steile akademische Karriere. Von 1958 bis 1960 war er Assistent an der Faculté des lettres in Algier, das damals noch zu Frankreich gehörte, und wechselte dann nach Paris und Lille. 1964 wurde Bourdieu Professor an der École Pratique des Hautes Études en Sciences Sociales. Im selben Jahr startete er die Reihe Le sens commun beim Verlag Éditions de Minuit und erhielt einen Lehrauftrag an der Ècole Normale Supérieure. Es folgten Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte in Princeton und am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Seit 1975 gibt er die Forschungsreihe Actes de la recherche en sciences sociales heraus. 1982 folgte schließlich die Berufung an das Collège de France. 1993 erhielt er die höchste akademische Auszeichnung, die in Frankreich vergeben wird, die Médaille d'or des Centre National de Recherche Scientifique. 1997 wurde ihm der Ernst-Bloch-Preis der Stadt Ludwigshafen verliehen.
In seinen ersten ethnologischen Arbeiten untersuchte Bourdieu die Gesellschaft der Kabylen in Algerien. Die in der empirischen ethnologischen Forschung gemachten Erfahrungen bildeten die Grundlage für seine 1972 vorgelegte Esquisse d'une théorie de la pratique (dt. Entwurf einer Theorie der Praxis, 1979). In seinem wohl bekanntesten Buch La distinction (1979, dt. Die feinen Unterschiede, 1982) analysiert Bourdieu wie Gewohnheiten, Freizeitbeschäftigungen, und Schönheitsideale dazu benutzt werden, das Klassenbewußtsein auszudrücken und zu reproduzieren. An zahlreichen Beispielen zeigt Bourdieu, wie sich Gruppen auf subtile Weise durch die feinen Unterschiede in Konsum und Gestus von der jeweils niedrigeren Klasse abgrenzen. Mit Le sens pratique (dt. Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft, 1987) folgte 1980 eine ausführliche Reflexion über die konkreten Bedingungen der Wissenschaft, in der Bourdieu das Verhältnis von Theorie und Praxis neu zu denken versucht. Ziel dieser Analysen ist es, die »Objektivierung zu objektivieren« und einen Fortschritt der Erkenntnis in der Sozialwissenschaft dadurch zu ermöglichen, daß sie ihre praktischen Bedingungen kritisch hinterfragt.

Seit dem Beginn der 90er Jahre engagiert sich Bourdieu für eine demokratische Kontrolle ökonomischer Prozesse. 1993 rief er zur Gründung einer »Internationalen der Intellektuellen« auf, deren Ziel darin besteht, das Prestige und die Kompetenz im Kampf gegen Globalisierung und die Macht der Finanzmärkte in die Waagschale zu werfen. Die im selben Jahr gegründete Zeitschrift Liber soll dazu ein unabhängiges Forum bieten. Seine politischen Aktivitäten zielen darauf ab, eine Versammlung der "Sozialstände in Europa" einzuberufen, die den europäischen Einigungsprozeß kontrollieren und begleiten soll.
In einigen Bereichen kritisierte Bourdieu aber die französischen Intellektuellen. Einer davon war die Rezeption deutscher Philosophen. Seiner Meinung nach machten die französischen Intellektuellen gerade um diejenigen Deutschen Denker einen Kult - beispielhaft seien hier Heidegger oder Jünger genannt - die dem Faschismus bzw. Nazismus besonders nahegestanden hätten. 


Einer von Bourdieus Schülern war Loic Wacquant, der ähnlich wie Bourdieu sozial engagiert war, aber seine Studien stärker in die USA verlegte und viele teilnehmende Beobachtungen in Bereichen wie Sport oder Ghettoforschung durchführte. In seiner Studie über das Boxen und seine sozialen Implikationen einschließlich Geldverteilung, Hierarchisierung und Rassismus nahm er selber verdeckt am Boxsport teil.

Pierre Bourdieu stirbt am 23. Januar 2002 in Paris.


QUELLEN:

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KRAY-ZWILLINGE, DIE (auch: KRAY-BRÜDER)

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Die Kray-Brüder (Wiki)


* 24.10.33, in Hoxton, London
+ 17.03.1995 in Crowthorne, Berkshire (Ronald)
+ 01.10.2000 in Norwich (Reginald)

Die Kray-Brüder Reginald "Reggie" und Ronald "Ronnie" Kray waren eineiige Zwillinge und entwickelten sich im London der Nachkriegszeit zu Schwerkriminellen. In den 60er-Jahren erhielten die publicitysüchtigen Krays auch durchaus positive Aufmerksamkeit in der bunten Medienwelt dieses Jahrzehnts.

Reginald "Reggie" und Ronald "Ronnie" Kray wuchsen als Kinder in den 30er-Jahren heran und erlebten dann den Zweiten Weltkrieg. Die Rauheit des Milieus von Ost-London in Kombination mit den Erlebnissen des Krieges einschließlich der heftigen Bombardierungen und Plünderungen prägten den Charakter der Jungen. Gleichzeitig lernten sie noch durch einen Verwandten das Boxen.
Der Vater der Krays entzog sich dem Wehrdienst und war deshalb lange Zeit nicht auffindbar.
Nachdem sich beide Jungen 1942 fast tödlich bekämpft hatten, nahm ihnen ihre Mutter das Versprechen ab, das nie wieder zu tun.
Stattdessen bekämpften sie von nun ab andere.

Nach dem Weltkrieg verdingten sich die Kray-Brüder zuerst als Boxer. Dann investierten sie immer mehr in Kneipen, Nachtclubs und Spielhöllen. Dabei kamen sie sehr schnell mit der Unterwelt in Kontakt und übernahmen deren Verhaltensweisen - wenn sie die nicht schon kennengelernt hatten.
So kam es, dass sich eine von den Krays geführt Bande bildete, die bald "The Firm" genannt wurde. Diese Bande verübte Raubüberfälle, schüchterte Konkurrenten ein und betrieb Schutzgelderpressung. Es kam zu Fällen schwerer Körperverletzung und Brandstiftung. Zeugen wurden schwer bedroht. Bis heute ist nicht ganz klar, wie früh die Kray-Bande auch zum Mittel des Mordes griff. Besonders Ronald Kray soll darin ein Lebensziel gesehen haben. Gleichzeitig war er psychisch instabil, ängstlich und bisweilen geradezu paranoid.

Trotzdem wurden die Kray-Zwillinge schon bald eine Berühmtheit. Ihre Wirkung strahlte weit über das Londoner East End hinaus. Dabei kamen ihnen die anarchischen Lebensideale der 60er-Jahre zu Gute. Auch in Hamburg, Paris oder in berühmten Städten der USA kam es zu einer Verschmelzung von Boheme und Kriminalität. Das Gangsterleben galt als "unbürgerlich". Trotzdem traten die Krays äußerlich "gut gekleidet" auf. Die Hippiekleidung stand modetechnisch erst vor dem Durchbruch.

Die Krays knüpften Kontakte ins Show Business und in die Politik. Dabei soll es auch zu sexuellen Handlungen mit Politikern gekommen sein. Beide Kray-Brüder waren wahrscheinlich bisexuell.
Prominente Gäste der Krays waren Diana Dors, Frank Sinatra und Judy Garland. Die Zwillingsbrüder wurden mehrfach interviewt und von David Bailey fotographiert. Der kriminelle Hintergrund wurde verharmlost.

Die Polizei schlief keineswegs und sah das Bedrohungspotenzial der Krays. Es war aber schwer, Zeugen zu finden und die Ermittlungen verliefen schleppend und wurden noch durch Spitzenpolitiker behindert. Die Kray-Brüder sollen Kontakte zu Politikern von Tories und Labour gehabt haben.

Nachdem aber viele Beweise für kriminelle Geschäfte und mindestens ein Mord gesammelt waren, verhaftete am 09.05 1968 Scotland Yard die Kray-Zwillinge. Im Jahre 1969 wurden sie schließlich wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Ronnie Kray musste weiterhin wegen seiner psychischen Probleme behandelt werden und starb im Broadmoor Hospital, einer geschlossenen Psychiatrie.
Reggie Kray wurde schwer erkrankt acht Wochen vor seinem Tod im August 2000 aus der Haft entlassen.


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Spiegel.de







LUHMANN, NIKLAS

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Niklas Luhmann (Wiki)


* 1927
+ 1998

Luhmann war ein deutscher Soziologe und Jurist.


Luhmann wurde 1927 in die Familie eines Brauereibesitzers in Lüneburg geboren und besuchte dort das altsprachliche Gymnasium Johanneum.
Seine Schulzeit traf fast voll in die Nazizeit und es ist klar, dass viele Menschen damals mit dem System sympathisierten, obwohl sie dies nach 1945 leugneten.
Luhmann will aber durchaus in einigen Punkten kontroverse Ansichten vertreten zu haben. (Es ist nicht klar, inwieweit das wahr ist oder eine spätere Schutzbehauptung.) So will er während des spanischen Bürgerkriegs entgegen dem damaligen deutschen Zeitgeist mit den Republikanern sympathisiert haben und nicht mit Francos Truppen.
Im Jahre 1944 wurde er als 16jähriger offiziell als Luftwaffenhelfer eingezogen, obwohl er schon vorher dort tätig war. Er war auch spätes Mitglied der NSDAP, wobei umstritten ist, ob er nicht das "Opfer" einer Sammelanmeldung später HJ-Jahrgänge wurde.


Im Jahre 1944 geriet Luhmann auch in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Seine Behandlung beschrieb er später als "... - gelinde gesagt - nicht nach den Regeln der internationalen Konventionen."

Luhmann kam aus einer bürgerlichen Familie, auch wenn er in einigen Punkten nicht mit dieser übereinstimmte. So studierte er nach dem Weltkrieg zunächst das bürgerliche Fach Jura. Von 1946 - 1949 studierte er Rechtswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg (Schwerpunkt: Römisches Recht), dann war er bis 1953 Referendar in Lüneburg. Von 1954 - 1962 war Luhmann Verwaltungsbeamter in Lüneburg und von 1954 - 1955 Assistent des Präsidenten am Oberverwaltungsgericht Lüneburg.
In dieser Zeit zeigte sich, dass Luhmann neben seinem bodenständigen Studium noch weitere Interessen hatte und ausbauen wollte. Er begann mit dem Aufbau seiner später so berühmten Zettelkästen. Im Jahre 1960/61 erhielt er ein Fortbildungs-Stipendium für die Harvard-Universität und wurde dafür beurlaubt.
In Harvard war für Niklas Luhmann der Kontakt zu Talcott Parsons prägend. Parsens hatte, von der Biologie kommend, die strukturfunktionale Systemtheorie aufgebaut.
Danach war Luhmann von 1962 - 1965 Referent an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer und von 1965 - 1968 Abteilungsleiter


Nach seiner Tätigkeit als Referent an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenshaften Speyer von 1962 bis 1965 war er von 1965 bis 1968 Abteilungsleiter an der Sozialforschungsstelle an der Universität Münster in Dortmund. Nachdem er im Wintersemester 1965/66 für Soziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster eingeschrieben war, wurde er dort im Februar 1966 zum Dr. sc. pol. (Doktor der Sozialwissenschaften) promoviert mit seiner in Speyer entstandenen Schrift "Recht und Automation in der öffentlichen Verwaltung. Eine verwaltungswissenschaftliche Untersuchung" (Gutachter: Dieter Claessens und Helmut Schelsky). Fünf Monate später habilitierte er sich bei Dieter Claessens und Heinz Hartmann mit dem bereits 1964 erschienenen Buch "Funktionen und Folgen formaler Organisation". Seine Berufung 1968 an die Universität Bielefeld machte Luhmann nicht nur zum ersten Professor an dieser Neugründung, sondern ließ ihn in der Folge auch entscheidend am Aufbau der ersten soziologischen Fakultät im deutschsprachigen Raum mitwirken. Hier lehrte und forschte er bis zu seiner Emeritierung 1993.
Luhmann verfasste in seiner Zeit als Professor viele Werke. Als bahnbrechend kann man das Werk "Soziale Systeme" von 1984 bezeichnen, in dem er aber nicht wenige seiner früheren Hypothesen verwarf. 
Viele Präzisierungen kreisten um den für die Systemtheorie so wichtigen Begriff Autopoiesis, der das Streben eines Systems nach Selbsterhaltung meint. In den 90er-Jahren griff Luhmann dann "in die Vollen" und untersuchte viele Teilaspekte der Gesellschaft bzw. in eigenen Worten deren Subsysteme. So entstanden viele Werke über Wissenschaft (der Gesellschaft), Recht (d. G.), Wirtschaft, Kunst, Religion, Erziehungssystem, Moral, von denen einige erst postum erschienen sind.
Niklas Luhmann äußerte sich neben seinen großen theoretischen Werken auch in Interviews zu zeitaktuellen Fragen und kritisierte des öfteren die Medien. Seiner Meinung nach könnte eine Zeitung schon deshalb nicht objektiv schreiben, weil sie eine bestimmte Blattmenge zu füllen habe, obwohl die Anzahl und Bedeutung der Ereignisse ständig variierten. 





Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Luhmann in Bielefeld eine eigene Schule aufbaute. Hier beeinflusst wurde auch Helmut Willke. Nur dass dieser stärker auf Einwirkungsmöglichkeiten über die Systemgrenzen hinweg einging (Kontextsteuerung).

Luhmann heiratete 1960 Ursula von Walter. Aus der Ehe gingen eine Tochter und zwei Söhne hervor. Seine Ehefrau starb 1977; danach zog er seine Kinder allein groß.


QUELLEN:

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Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie


KIERKEGAARD, SÖREN

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Sören Kierkegaard


Sören Kierkegaard (1813 - 1855) war ein bedeutender dänischer Philosoph und Theologe des 19. Jhd.s und gilt als Urvater der Existenzphilosophie.

Kierkegaard wurde durch seinen unternehmerisch aktiven, aber gleichzeitig sehr christlichen Vater beeinflusst, der unter starken Stimmungsschwankungen litt.
Kierkegaard wuchs in einer Familie mit vielen Kindern auf, von denen aber auch viele starben. Dadurch und durch die Launen seines Vaters wurde seine Philosophie quasi schon familiär prädisponiert.
Gleichzeitig setzte Kierkegaard sich kritisch mit dem Christentum auseinander, ohne es völlig abzuschütteln. Er unterschied auch zwischen den Idealen des Christentums und der Realität der Christenheit.

Kierkegaard beschäftigte sich auch mit der deutschen Philosophie seiner Zeit, obwohl es zwischen dem Deutschen Bund und Dänemark politisch erhebliche Spannungen gab. Er studierte bei Schelling und Hegel, wandte sich aber gegen deren Betonung des Allgemeinen und entwickelte einen radikalen Individualismus.
Kierkegaard hielt das Sein für sinnlos, was aber durch die Preisgabe des Selbst an Gott überwindbar sei.

Die Philosophie Kierkegaards, die später Existenzphilosophie genannt werden sollte, speiste sich aus der Situation, dass er als Individuum gegen Familienstrukturen und Gesellschaft stand und sich positionieren musste. Kierkegaard litt Zeit seines Lebens unter starken psychischen Problemen. Man könnte sein Auftreten auch als allürenhaft bezeichnen. Zum Ende seines Lebens verschlechtere sich dazu noch seine ökonomische Situation.
Er glaubte, dass er zu den zwei oder drei Ausnahmemenschen pro Generation gehöre, die durch schreckliches Leiden entdecken sollten, was den anderen zugute komme.


DIE PHILOSOPHIE

Für Kierkegaard ist das, was wir an Wissen haben und mitteilen können, keine Wahrheit und lenkt vom Wirklichen ab.
Deshalb muss man andere zum Fragen und Denken überzeugen (vgl. Sokrates).
Kierkegaard distanziert sich dem Allgemeinen und Abstrakten, was viele der bisherigen philosophischen Lehren bestimmt hat.
Stattdessen sollte man sich um konkrete, praktische und individuelle Fragen kümmern. Es geht also nicht, dass "man" etwas ton soll (dieses oder jenes), sondern ob ein bestimmter Mensch etwas in einer bestimmten Situation tun soll. Solche Probleme nennt er existenzielle Probleme!
Wenn Philosophie überhaupt einen Sinn haben kann, dann durch eine Beschäftigung mit solchen Einzelfragen.

Das objektive Denken ist gegen das Subjekt und seine Existenz gleichgültig. Der subjektive Denker ist dagegen als Existierender an seinem Denken interessiert.


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Philolex


HOMEROS

Homer (Ὅμηρος/Homeros) war nach antiker Überlieferung der Dichter der griechischen Epen "Ilias" und "Odyssee". Damit gilt er als Vorbild aller abendländischen Epiker.

Leider ist Homer aber als historische Persönlichkeit nicht sicher faßbar . In der Wissenschaft gibt es bis zum heutigen Tage einen Streit um die Identität und Wirkung Homers. Einge Forscher gehen auch davon aus, dass nur eines der beiden Werke von einer Person namens Homer stammt.
Besonders seit dem 19. Jhd. sprach man diesbezüglich von der Homerische Frage.

Homer soll legendenhaft ein blinder Rhapsode an ionischen Fürstenhöfen gewesen sein.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

INTERNETRADIO (WEBRADIO)

Der Name Internetradio oder Webradio deutet an, dass man Radioprogramme über das Internet empfängt. Nur mit welchem Mittel?
Früher ging das über einen PC oder ein Notebook und einen Browser oder Player. Dann kamen Smartphones in Mode und erleichterten den mobilen Empfang.

Heute gibt es für den Internetradio-Empfang stationäre oder mobile Radiogeräte, die meist neben Internetradio auch DAB(+) und UKW empfangen können. Der AM-Empfang wie Mittelwelle (MW) oder Langwelle (LW) kommt aus der Mode. Um 2015 erfolgten viele Abschaltungen.
Internetradios waren lange nicht billig und verlangten für Zusatzleistungen wie einen integrierten CD-Player enorme Aufpreise (wenn überhaupt vorhanden).
Internetradio-Empfänger (Tuner) gibt es natürlich auch als separate Geräte für eine "Stereoanlage".

Beim Internetradio-Empfang werden die Hördaten "gestreamt". Man kennt das auch immer mehr vom Fernseh-Empfang. Dabei werden die Hördaten übertragen und gleichzeitig die Töne wiedergegeben. Damit wird der Zeitverlust vermieden, der für die komplette Übertragung einer Hördatei notwendig wäre und man kann ohne Unterbrechung Radio hören.

Aber man kann nicht nur die aus dem "normalen" Radio bekannten Radioprogramme der öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten über das Internet hören (www.swr3.de, www.bayern3.de), sondern auch Sender, die ihr Programm nur im Internet senden.
Über das Archiv eines Internetradios können auch einige bereits gesendete Beiträge jederzeit auf Wunsch abgerufen werden. Man spricht von einem Angebot "on-demand", also "auf Abruf/Nachfrage".
Besonders informativ sind hier die Textbeiträge des Deutschlandfunks (DLF).


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Hama DIR3100M

RADIOMODELLE 2015 - 17: 

- Auna: Connect 150 (versch. Versionen)
- Auna: Connect CD 
- Blaupunkt: IRD 30c
- Hama: DIR 3100 M 
- Hama: IR 110 M
- Imperial: 22-230-00 Dabman i200
- Medion: Life P85111 MD 87295
- Medion: Life P85135 MD 87990
- Ocean: Digital WR282CD


QUELLEN UND LITERATUR: 

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https://www.internet-abc.de/ 



TERENTIUS AFER, PUBLIUS

* 195 - 184 in Karthago (?)
+ 159 - 158 in Griechenland

Publius Terentius Afer, auf Deutsch Terenz war neben Plautus einer der berühmtesten römischen Komödiendichter der Antike. Terenz galt als Dichter der Archaik und stand dem Scipionenkreis nahe.
Von Terenz sind (nur) sechs Komödien erhalten, die zwischen 166 und 160 v. Chr. aufgeführt wurden.

Die Informationen über Terenz' Leben sind spärlich. Laut Aelius Donatus wurde er 195 v. Chr. in Karthago geboren. Fenestella datiert seine Geburt auf 184 v. Chr.
Terenz kam als Sklave nach Rom. Karthago hatte 201 v. Chr. den Zweiten Punischen Krieg verloren. Terenz erhielt seinen Namen von seinem Herren, dem Senator Terentius Lucanus, der seine Talente erkannte, ihn förderte und später frei ließ.
Der Beiname Afer bedeutet Afrikaner und meint wohl die libyschen Stämme. Sein ursprünglicher Name ist unbekannt.

Terenz soll mit Scipio und Laelius befreundet gewesen sein. Wie intensiv, wird strittig diskutiert, weil beide wesentlich jünger waren als er (vgl. auch Porcius Licinus).
Kurz nach einer der letzten Aufführungen seiner Stücke 160 v. Chr. reiste er nach Griechenland und starb dort 159 v. Chr. oder ein Jahr später.
Die Todesursache ist unklar. Nach Sueton erlitt er auf der Heimreise Schiffbruch, nach anderen Autoren soll er aus Trauer über den Verlust seiner in Griechenland geschaffenen Werke gestorben sein.


Leider hat Terenz - anders als sein Kollege Plautus - keine punischen Sprachzeugnisse in seinen Werken hinterlassen (vgl. den Poenulus des Plautus).



QUELLEN:

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Ludwig Bieler: Geschichte der römischen Literatur, 1980

 

PYRRHON VON ELIS

* ca. 360
+ ca. 270

Pyrrhon von Elis gilt als Begründer der Skepsis, bzw. der Skeptischen Schule oder des Skeptizismus'.

Viele Philosophen gehen davon aus, dass man durch rationales Denken der Wahrheit näher kommen kann. Außer Pyrrhon von Elis, der am Streben nach Wissen gewisse Zweifel hegte.

Er vertrat die Ansicht, dass wir die Natur nicht komplett verstehen könnten und dass wir nicht sicher wüssten, ob eine Aussage wahr oder falsch sei. Ferner war er der Meinung, dass auf solch einer wackeligen Erkenntnisgrundlage auch nur schwer ein Ethisches System erbaut werden könne.
Vielleicht wären die Menschen sogar glücklicher, wenn sie diese nutzlosen intellektuellen Übungen aufgäben und ihr Urteil hintanstellen würden.

Im praktischen Ergebnis war Pyrrhons Philosophie aber recht konservativ, weil er glaubte, dass man auch ohne moralische Gewissheiten Traditionen, die sich über die Zeiten bewährt hätten, achten und ihre Regeln befolgen solle.

Aus dieser an sich interessanten Herangehensweisen ergeben sich aber auch Fragen: Wie kann man wissen, dass keine Erkenntnis sicher ist? Und wie soll man dann praktisch handeln, wenn Handeln notwendig ist?

Über Pyrrhon von Elis gab es dann entsprechende Anekdoten. Einer zufolge soll er sich aufgrund seiner Skepsis unsicher gewesen sein, ob er philosophieren oder seiner Schwester beim Wäschewaschen helfen solle.


QUELLEN UND LITERATUR:

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Livius.org
Diogenes Laertios: Leben und Lehren berühmter Philosophen