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Samstag, 22. Juni 2013

JESS BRAVIN: SQUEAKY


Squeaky, by Jess Bravin


INHALT bis Kapitel 5 einschliesslich:

Kapitel 1: Die Kindheit und Jugend von Lynette Fromme.

Kapitel 2: Die Formung von Charles Manson bis zu seiner Freilassung im Summer of Love 1967.

Kapitel 3: Der freigelassene Manson beginnt, Anhänger um sich zu scharen und zu einer Gruppe zu formen.
(Frühjahr 1968)

Kapitel 4: Manson beschliesst, dass man nicht immer an einem Ort bleiben kann und will das Haus von Dennis Wilson verlassen. Dabei ergibt sich mit der Spahn Ranch eine neue Alternative. Doch die Auseinandersetzungen im Drogenmilieu spitzen sich zu und Manson beschliesst, die später so genannten Tate-LaBianca-Morde zu begehen.
(Sommer 1968 - Sommer 1969)


Kapitel 5: Die Ermittlungsbehörden kommen den Tate-LaBianca-Morden langsam auf die Schliche und am Ende wird Charles Manson der Prozess gemacht. Einer der Anwälte der Family ist Paul Fitzgerald.
Die freien Mitglieder der Gruppe versuchen, Zeugen zu beeinflussen (z. B. mit LSD im Hamburger).
Dann verschwindet der Anwalt Ron Hughes. Der Prozess endet trotzdem mit der Todesstrafe.


KAPITEL 6

S. 144

Nachdem der Prozess aus Sicht der Manson-Anhänger fehlgeschlagen war, wollte sich Lynette Fromme einem grossen Buchprojekt widmen.

(...)

S. 147 f

Mitte 1971 traf Lynette Fromme Steve Bekins, ein Mitglied der Aryan Brotherhood. Bekins hatte eine lange Liste von Delikten angesammelt, darunter Einbruch, bewaffneter Raubüberfall und Drogenvergehen.
Bekins war mehrere Jahre in San Quentin und Folsom inhaftiert. Er wurde dann zum Staatsgefängnis Chino gebracht, um an einem Wiedereingliederungsprogramm teilzunehmen (und erhielt dafür einen Tagespass).
Das war eine Bedingung für eine Freilassung auf Bewährung.

Steve Bekins hatte schon vorher Kontakt zu den Manson-Frauen und nutzte nun seine kurze Freiheit, um an der Ecke Temple/Broadway vorbeizuschauen. Dort traf er für kurze Zeit Brenda, Sandy und Lynette. Bekins war aber irritiert über die kahlgeschorenen Frauen, die Charles Mansons ("Charlies") seltsame Botschaften herunterbeteten. Bekins wollte stattdessen lieber Heroin kaufen.

Bekins ging daraufhin nach Chino. Er sollte an einem sechsmonatigen Kurs teilnehmen, um andere Verurteilte beraten zu können. Bekins hatte jedoch keine Lust, sich so einem Programm anzupassen und landete stattdessen in Einzelhaft.
Trotzdem stand seine Chance auf Bewährung noch offen, weil Gouverneur Reagan den Staatshaushalt durch eine Reduzierung der Gefängnispopulation ausgleichen wollte. Innerhalb von zwei Jahren wurde deshalb fast ein Drittel der Gefängnisbesatzung freigelassen (was die Verbrechensrate drastisch erhöhte!).

Bekins nutzte seine Zeit in Einzelhaft dazu, verschiedene Texte zu lesen, darunter auch die Artikel im "Esquire" über die Manson Family. Dann erhielt er einen Brief von Brenda, die mitteilte, dass man von seiner bevorstehenden Freilassung gehört habe. Sie lud ihn ein, zum neuen Aufenthaltsort der Familie in Hollywood zu kommen.

Die Manson-Frauen hielten zwar immer noch gelegentlich Mahnwachen vor der Hall of Justice ab, lebten aber ansonsten auf Initiative Fromms in einem sechsstöckigen historischen Gebäude in der Melrose Avenue 5244 (nahe Wilton Place, nahe den Raleigh Studios und nahe dem Haus der Paramount Pictures).
Die Gegend war nicht besonders gut in Schuss. Sie war aber sehr anonym und die Vermieter stellten nicht viele Fragen. In der Nähe lebten auch Crystal und andere Manson-Anhänger. Lynettes Wohnung (Nr. 107) war einfach eingerichtet. Auf dem Boden lagen die Matrazen der Kommune. Man hatte wenig Geld, kam aber durch. Statt Acid nahm die Kommune jetzt aber Amphetamine und Lynette Marihuana.

Fromme schrieb weiter an ihrem Buch auf einer tragbaren Schreibmaschine und beobachtete die Nachbarschaft. Sandra Good war wegen ihrer Beihilfe beim Como-Fluchtversuch immer noch in Haft. Lynette ("Lyn") und Sandy waren besonders eng befreundet. Fromme kümmerte sich auch um andere Gefangene und den Kontakt zum Anwalt Paul Fitzgerald.
Der freie Teil der Manson-Family hatte aber auch noch Kontakte zu diversen anderen Akteuren, darunter vielen AB-Mitgliedern. So kam auch Steve Bekins anfang 1972 vorbei.
Dabei war Bekins, der per Anhalter von Chino nach Hollywood gelangt war, überrascht, welch junge und hübsche Frauen er vorfand. Diese waren nicht mehr kahlgeschoren, wie noch bei den Protesten vor dem Gerichtsgebäude. Er selbst kam aus der Mittelschicht und hatte sich dann für die Rebellion entschieden.

Steve Bekins stammte aus einer Familie, die durch eine Umzugsfirma wohlhabend geworden ist, deren nordwestlichen Zweig von Steves Vater, Bruce Bekins, von Portland aus gelenkt wurde. Steve Bekins geriet schnell in Konflikte. Seinte Mutter starb, als er neun war und sein Vater heiratete deren Krankenschwester.
Das löste in der Familie zahlreiche Konflikte aus, so dass Steve in Heime und ins Militär geschickt wurde.
Das führte aber nur dazu, dass sich Bekins erst recht mit den Idealen von Kriminellen und Ausgestossenen identifizierte. Dabei lernte er auch Gary Gilmore kennen (MacLaren School for Boys, Woodburn, Oregon), der 1977 für seine Verbrechen erschossen wurde. Der Fall Gilmore wiederum inspirierte den Schriftsteller Norman Mailer, "The Executioner's Song" zu schreiben.
Steve Bekins nahm mit 17 schon Heroin und flog ein Jahr später wegen Autodiebstahls aus der Army.
Wegen Einbruchs und bewaffneter Raubüberfälle landete er später im Oregon State Penitentiary in Salem und in San Quentin. Bekins wurde daraufhin von seiner Familie enterbt.
Durch seine körperliche Fitness und seine Redegewandtheit kam er aber bei Frauen gut an.


(...)


S. 154

Manson hatte den Frauen beigebracht, dass sie sich Männern unterzuordnen hatten. Da er nun nicht mehr körperlich erreichbar war, mussten sie sich neue Lebensgefährten suchen. Dabei orientierten sie sich an der AB.

Lynette Fromme lebte nicht mit Männern, sondern mit Heather und Reni Willett zusammen.
Sandra Good lebte mit Steve Bekins zusammen, Nancy Pitman mit "Red Eye".

(...)

---

AUTOMATIC TRANSLATION:
(babylon.com)

p. 147

Mid 1971 met Lynette Fromme Steve Bekins, a member of the Aryan brotherhood. Bekins had accumulated a long list of offenses, including burglary, armed robbery and drug-trafficking. Bekins was several years imprisoned in San Quentin and Folsom. He was then brought to the state prison in Chino, to participate in a rehabilitation program (and received a one-day pass). That was a condition for a release on probation.

Steve Bekins already had contact with the Manson women and used his brief freedom, in order to visit the corner Temple/Broadway on Saturday. There he met for a short time Brenda, Sandy and Lynette. Bekins was somewhat irritated by the shaven-headed women, citing Charles Manson's ( "Charlie'ss") strange messages. Bekins instead wanted to buy heroin.

Bekins then went to Chino. He should be on a six-month course, condemned to other advice. However Bekins had no desire to adapt a program instead and ended up in solitary confinement. Nevertheless, it was his chance to leave prison with his sentence still open, because the state budget governor Reagan by wanted to compensate the state budget for a reduction of the prison population.
Within a period of two years was therefore almost a third of the prison population released (what the crime rate drastically increased! ).

Bekins used his time in solitary confinement, to read different texts, including the article in the "Esquire" on the Manson family. Then he received a letter from Brenda, announced that they have heard of his imminent release. They invited him to the new place of residence of the family in Hollywood.

The Manson women vigils were still occasionally before the Hall of Justice, but they otherwise lived on the initiative of Fromm in a six-story historic building in the 5244 Melrose Avenue (near Wilton place, near the Raleigh Studios and near the house of Paramount Pictures). The area was not very well maintained. But it was very anonymous and the landlord did not ask many questions. Also lived in the nearby Crystal and other Manson followers.
Lynettes apartment (no 107) was simply furnished. On the floor were the mattresses of the commune. They had little money, but as a result the family lived on. But now the municipality instead of acid took amphetamines and Lynette marijuana.

Fromme wrote her book on a portable typewriter and observed the neighborhood. Sandra Good was because of her aid when Como's attempt to escape was still in custody. Lynette ( "Lyn") and Sandy were particularly close friends. Pious took to other prisoners and the contact with the lawyer Paul Fitzgerald. The free part of the Manson-Family but also had still have some contacts to various other actors, including many members of the AB.
As a result, Steve Bekins arrived early in 1972. It was Bekins, hitchhiking from Chino to Hollywood, who was surprised how young and pretty women he has found. These girls were not more bald-headed, as still in the protests in front of the courthouse. He himself came from the middle class, and then had decided for the rebellion.

Steve Bekins came from a family that has become wealthy by a moving company, whose north-west branch by Steve's father, Bruce Bekins, was directed from Portland. Steve Bekins soon ran into conflicts. His mother died when he was nine and his father married the nurse. This has caused a number of conflicts in the family, so that Steve went to reform schools and was sent in the military.
The only resulted to that Bekins identified with the ideals of criminals and outcasts much more. He also met with Gary Gilmore now (MacLaren School for Boys, Woodburn, Oregon), who was shot dead in 1977 for his crimes. The case Gilmore in turn inspired the writer Norman Mailer, to write "The Executioner's Song".

Steve Bekins took heroin at the age of 17 and was thrown out of the army one year later. Because of  burglary and armed robbery he later was sent to the Oregon State Penitentiary in Salem and in San Quentin. Bekins was then disinherited by his family. By his physical fitness and his eloquence he was liked by women.



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