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Sonntag, 12. Januar 2014

JUZO ITAMI


* 15.05.1933
+ 20.12.1997

Juzo Itami (Yoshihiro Ikeuchi) war ein japanischer Schauspieler und Regisseur.

Schon der Vater Juzo Itamis, Mansaku Itami, war Regisseur.
Juzo Itami bekann seine künstlerische Karriere als Schauspieler und trat u. a. 1963 in dem Film "55 Tage in Peking" über den Boxeraufstand neben Ava Gardner und Charlton Heston auf. Er wurde auch durch etliche heimische Produktionen bekannt. 1969 heiratete er Nobuko Miyamoto und arbeitete mit ihr zusammen.
Im Jahre 1984 gewann er den Hochi Film Award und den Kinema Junpo Award für verschiedene Nebenrollen und betätigte sich ab diesem Jahr auch als Regisseur. Sein Erstlingswerk war "Beerdigungszeremonie" mit Tsutomu Yamazaki und Nobuko Miyamoto, für das er weiter Auszeichnungen erhielt (Japanese Academy Awards). Seine Frau Nobuko Miyamoto spielte in vielen seiner Filme die Hauptrolle.
1985 drehte Itami Tampopo (= Die Pusteblume), eine Filmkomödie über die japanische Nudelsuppe.
Itamis Filme haben häufig gesellschaftskritische Themen zum Inhalt. In einigen setzt wer sich auch mit der Yakuza, also dem japanischen Organisierten Verbrechen ("japanische Mafia"), auseinander.
Berühmt wurde sein Film "Die Kunst der Erpressung" (Minbo/Minbo no Onna, 1992) mit Nobuko Miyamoto in der Hauptrolle, für den er bedroht und physisch angegriffen wurde.

Am 20.12.1997 stürzte er aus dem achten Stock des Gebäudes, in dem sich sein Büro befand. Bis heute ist unklar, ob es sich dabei um Selbstmord oder Mord handelte und welche Motive vorlagen.
Für Selbstmord sprächen vorherige Presseberichte über eine Affäre mit einer 26 Jahre alten Schauspielerin. Angeblich wurde auch ein Bekennerschreiben gefunden, in dem er diese Affäre verneinte.
Für Mord spräche die Tatsache, dass Itami sich in einigen seiner Filme mit dem Organisierten Verbrechen (Yakuza) beschäftigte und gerade an einem Film über angebliche Verwicklungen der buddhistischen Partei Soka Gakkai und der Yakuza arbeitete.




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