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Sonntag, 27. Mai 2012

DESCARTES, RENÉ

René Descartes, 1648

* 31.03.1596, La Haye-Descartes (Touraine)
+ 11.02.1650

René Descartes (latinisiert. Renatus Cartesius) war ein franz. Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler.
Descartes war von 1614 bis 1629 auf Reisen durch Europa und lebte dann in den Niederlanden. 1649 ging er nach Stockholm an den Hof Königin Christines, wo er kurz darauf starb.

Descartes ging es in seiner Philosophie zunächst um die Grundlagen menschlicher Erkenntnisse.
Unbezweifelbar ist für ihn die Selbständigkeit des Denkens, die Selbstgewissheit des "cogito, ergo sum").
Diese beruht laut Descartes auf zwei Gottesbeweisen und auf der Tatsache, dass Gott den Menschen nicht täusche. Descartes sieht damit auch die "ersten Sätze" (Naturgesetze) sowie Klarheit und Deutlichkeit der Anschauung als Gewissheitskriterien und methodische Wahrheitsregel abgesichert. Gegenstände dieser Anschauung sind Ideen, insbesondere die angeborenen Ideen. Mit diesen haben wir eine erfahrungsunabhängige Erkenntnisquelle.
Für Descartes steht damit die Existenz angeborener bzw. ewiger Wahrheiten fest, die schliesslich einer apriorisch orientierten Erklärung auch erfahrungsbestimmter Vorgänge dienen sollen.

Descartes unterscheidet zwei Substanzen, die "res extensa" (Ausdehnung, Körper, Aussenwelt) und die "res cogitans" (Geist, Innenwelt) und vertritt damit einen metaphysischen Dualismus. Dieser wird wird im neuzeitlichen Denken zur Grundlage der (idealistischen) Unterscheidung von Subjekt und Objekt.
In der Physik formuliert Descartes einen der ersten Erhaltungssätze überhaupt. Für ihn ist alles auf die Korpuskularbewegung zurückführbar. Grundlage dieser Theorie ist die Annahme bewegter kleinster Teilchen. Dementsprechend lehnt er die Existenz von Atomen ab, kann atomistische Vorstellungen aber nicht ganz aus seinem Denkgebäude ausschliessen.
Descartes entdeckte in der Optik das Brechungsgesetz mit anderen.
In der Mathematik legte er die Grundlagen der analytischen Geometrie. Er erkennt die Leistungsfähigkeit einer Gleichstellung von Geometrie und Algebra und trägt zur Weiterentwicklung der Theorie der Gleichungen bei.
Descartes Werke entstanden auf Französisch oder Latein.


WERKE:

Discours de la méthode (Abhandlung über die Methode); 1637
Meditationes de prima philosophia (Meditationen über die erste Philosophie); 1641
Principia philosophiae (Grundlagen der Philosophie); 1644
De homine (Über den Menschen); 1662


QUELLEN UND LITERATUR:

Wikipedia
Meyers Großes Taschenlexikon 
-
Cassirer, E.: Descartes Lehre, Persönlichkeit, Wirkung; Stockholm 1939
Jaspers, Karl: Descartes und die Philosophie; Berlin 1966
Schmidt, Gerhard: Aufklärung und Metaphysik. Die Neubegründung des Wissens durch Descartes; Tübingen 1965



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